Kultur

An der Freilichtbühne startet die Saison mit vollem Programm

Oldienight "Let the good times roll" in der Freilichtbühne u.a. mit der Band "Clockwork". Foto: Herbert Höltgen / Funke Foto Services

Foto: Herbert Höltgen

Oldienight "Let the good times roll" in der Freilichtbühne u.a. mit der Band "Clockwork". Foto: Herbert Höltgen / Funke Foto Services Foto: Herbert Höltgen

Mülheim.   Los geht’s am Samstag mit dem „Frühlingsfest des Falken“. Bis Herbst sind mit der Mittwochsreihe und weiteren Formaten gut 50 Veranstaltungen geplant.

Sechs Tonnen Kies wurden bewegt, eine marode Bude ist einem neuen Holzhäuschen gewichen, Container voller Schutt zeugen von der Großreinemach-Aktion am vergangenen Wochenende auf der Freilichtbühne. Was heißt: die Zeit ist reif für eine neue Saison.

Ab Samstag bahnt sich wieder ein friedliches Erlebnis unter freiem Himmel als Treffpunkt aller Generationen an – ob auf Skateboards oder im Rollstuhl. Der harte Kern der Regler Produktion – ein Zusammenschluss aus Mülheimer Musikern, Künstlern und Technikern – wuppt das Programm auf der Freilichtbühne nun im vierten Jahr in Alleinregie ehrenamtlich.

Über 50 Veranstaltungen in diesem Jahr

Dieses Jahr werden es wieder etwas mehr als 50 Veranstaltungen sein, erläutert Vorsitzender Hans-Uwe Koch: „Das geht an unsere Grenzen und auch aus Rücksicht auf die Anwohner werden es nicht mehr sein.“ Am Start sind wieder die bewährten Marken – vornweg die Mittwochsreihe mit 22 Terminen mit lokalen und regionalen, aber auch internationalen Musikern und Bands, die aus USA, Australien und Libanon anreisen. „Bunter“, sagt Regler Stephan Bevermeier, „kann man ein Programm nicht gestalten“. 120 Bewerbungen gab es für die 22 Termine in der Mittwochsreihe. In der Musikerszene hat sich rumgesprochen, „dass es hier ein charmantes Publikum gibt“. Den Auftakt machen die „Postcards“ aus Libanon mit Folk und Rock am 3. Mai.

Eine lieb gewonnene Tradition sind die kleinen Konzertpartys „des Falken“ zum Saisonauftakt am morgigen Samstag, ab 18 Uhr, und zum Ende am 30. September. 20 Jahre der Reihe, in der sich Schüler und Lehrer der Musikschule von Tom Täger präsentieren, werden diesmal gefeiert.

Straßentheater mit Comedy oder Rockkonzerte

Um die Mittwochsreihe kreisen wieder die anderen bewährten Formate: die Bühne am Donnerstag mit Straßentheater und Comedy samt dem viertägigen Kleinkunstfestival mit Komik und Klängen „Stage 4“ obendrauf. Vier „Kurkonzerte in Bad Mülheim“ locken wieder zum Kaffeeklatsch mit selbstgebackenem Kuchen. Dazu kommen Festivals wie Local Heroes, Rock das Dach, das Mölmsch Open Air, die Innogy Oldie Night, das Familienfest „Freilichtbühne tobt“ und das Bogenschießturnier. An zwei Terminen dreht Helge Schneider persönlich die Zeit zurück – in Anlehnung an die Siebziger, wo er seine ersten Schritte als Musiker machte: Auf der Freilichtbühne zelebriert er am 8. und 9. September sein neues Programm „240 Years of Singende Herrentorte“.

Das neue Format „Culture Club“ in Zusammenarbeit mit dem Jugendclub Courage aus Oberhausen hatte im vergangenen Jahr einen erfolgreichen Start und wird im Wechsel weitergeführt – diesmal im Kulturzentrum Altenberg mit jungen Bands aus den Partnerstädten Tours und Middlesbrough.

Biergarten von Donnerstag bis Sonntag geöffnet

2016 Jahr kamen rund 40 000 Besucher. Für die kulinarische Versorgung konnte neu für dieses Jahr mit der Fleischerei Nieß ein alteingesessenes Mülheimer Unternehmen gewonnen werden. Die Mölmsch Brauerei und der Cocktailstand von Babs Kampmann sind bewährte Partner. Der Biergarten soll von Donnerstag bis Sonntag ab 16 Uhr geöffnet sein.

Nach dem Motto „Kultur aus dem Hut“ sind nahezu alle Veranstaltungen eintrittsfrei. 25 Prozent der laufenden Betriebsausgaben „rekrutieren sich aus den Erlösen der Gastronomie“, erläutert Hans-Uwe Koch. Der Rest komme durch Zuwendungen, Spenden und Mitgliedsbeiträge zusammen.

Neue Mitglieder und Sponsoren

Über 150 Mitglieder zählt der Verein der Regler Produktion. Viele neue sind darunter, die handwerklich mit anpacken. Unterstützung kommt auch von Sponsoren aus der Mülheimer Unternehmerschaft.

So konnte der Vertrag mit RWE-Tochter Innogy als Sponsor um drei weitere Jahre verlängert werden.

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