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Ärger um Buchsbaumentsorgung – MEG nimmt Restmüllgebühr

Der Alptraum eines jeden Gärtners, die Raupe des Buchsbaumzünsler.

Foto: Ulla Michels

Der Alptraum eines jeden Gärtners, die Raupe des Buchsbaumzünsler. Foto: Ulla Michels

Mülheim.   Rolf Erd ärgert sich, weil der normale Grünschnittabfall kostenlos ist. Wegen des Zünslerbefalls dachte er, der Müll müsse verbrannt werden.

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Unglücklich gelaufen ist die Buchsbaumentsorgung von Rolf Erd. „Viele unserer Buchsbaumpflanzen waren vom berüchtigten Buchsbaumzünsler befallen“, schrieb er. Um Schlimmeres zu vermeiden, habe er die Pflanzen rigoros entfernt und zerkleinert, in blaue Säcke gepackt und sie zur MEG an der Pilgerstraße gefahren.

Wegen des Zünslerbefalls habe er dem Mitarbeiter den Hinweis gegeben, „dass der Inhalt der Säcke eigentlich ja verbrannt werden müsse“. Plötzlich sollte die Entsorgung dann 9 Euro Restmüllgebühr kosten. Rolf Erd, der mit dem Hinweis eigentlich etwas Gutes tun wollte, ärgert sich darüber sehr, weil eine normale Grünschnitt-Entsorgung kostenlos gewesen wäre. Das bestätigt auch Andreas Jung, Abteilungsleiter für Logistik und Technik bei der MEG.

Buchsbäume können ohne Gefahr entsorgt werden

Wer ebenfalls Zünslerbefall an seinen Buchsbäumen hat und sie entsorgen möchte, für den schlägt Jung drei kostenlose Varianten vor: „Die Buchsbäume können in der eigenen Restmülltonne, in der Bio-Tonne oder als Grünschnittabfall entsorgt werden.“ Eine Gefahr, dass sich der Zünsler bei letzterer Option im Kompost ausbreitet, bestehe nicht. „Der Grünschnitt wird längere Zeit auf über 70 Grad Verrottungstemperatur erhitzt. Das ist die erste Kompostierungsstufe. Alle Schädlinge werden dadurch entfernt“, erklärt Jung.

Wieso Rolf Erd bei seiner Buchsbaumentsorgung vom MEG-Mitarbeiter nicht darauf hingewiesen wurde und so die 9 Euro hätte sparen können, kann Jung nicht sagen.

Rolf Erd ist jedenfalls enttäuscht: „Alle reden vom Umweltschutz. Dieses Verhalten der Stadt halte ich nicht für umweltfreundlich. Daher kommt dann auch die Einstellung vieler Leute: Nach mir die Sintflut.“

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