Abitur

Abistreich: Mülheimer Schüler streuen Mehl auf den Schulhof

Das Mehl färbte den Boden des Schulhofs weiß ein.

Das Mehl färbte den Boden des Schulhofs weiß ein.

Foto: Nikolina Miscevic

Mülheim.   Abistreiche haben eine lange Tradition: Abiturienten verabschieden sich damit. Am Otto-Pankok-Gymnasium herrschte am Freitag Untergangsstimmung.

Zum Abschluss der Schulzeit ist es unter Abiturienten guter alter Brauch, dass sich die Abschlussjahrgänge einen großen Streich überlegen und mit einem Paukenschlag die Schule verlassen.

So auch am Otto-Pankok-Gymnasium. In Anlehnung an das Motto „Abicalypse – nach uns geht alles in die Brüche“ überlegte sich der Abschlussjahrgang einen Streich. Das Schulgebäude wurde mit gelb-schwarzem Flatterband, Warnschildern und Alarmleuchten in Untergangsstimmung gehüllt.

Eine Neuerung: Schüler räumen selbst auf

Zum großen Streich setzten die Abiturienten dann während der ersten Unterrichtsstunde an: Aus dem dritten Stock wurden zunächst lange Plastikplanen heruntergelassen. Damit wurden die Klassenräume, in denen noch Unterricht stattfand, abgedunkelt und gleichzeitig auch das Gebäude für den eigentlichen Streich geschützt. Insgesamt wurden 20 Kilo Mehl aus den Fenstern auf den Schulhof geschüttet – als Sinnbild der Schule, die mit dem Abgang der Abiturienten in die Brüche geht.

Die Schulleitung wusste bis zuletzt nicht, was sie erwartet. „Wir lassen uns da traditionsgemäß überraschen“, so der stellvertretende Schulleiter Ulrich Bender. Trotz aller Liebe zur Tradition, eine Neuerung gibt es in diesem Jahr: Die Abiturienten räumen die Schule nach dem Streich und dem Bühnenprogramm auf dem Schulhof selber auf.

Nachdem dann die Zulassungen für die Abiturprüfungen gegen 12 Uhr entgegengenommen wurden, ging es zur Schleuseninsel, wo alle Mülheimer Abiturienten gemeinsam feierten.

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