Grundschule

57 Mülheimer Kinder können nicht an ihre Wunschschule

Die Selbecker Schule an der Karl-Forst-Straße kann wieder eine Eingangsklasse bilden. Sie zählt aktuell 17 Anmeldungen.

Die Selbecker Schule an der Karl-Forst-Straße kann wieder eine Eingangsklasse bilden. Sie zählt aktuell 17 Anmeldungen.

Foto: Archiv, Oliver Müller

Mülheim.   Fünf Grundschulen in Mülheim müssen für das neue Schuljahr Kinder abweisen. Trotzdem sieht das Schulamt eine „erfreuliche Entwicklung“.

Für das kommende Schuljahr sind mit Stand vom 18. Januar 1493 Kinder an Grundschulen angemeldet worden. Fünf Schulen haben laut Bericht der Stadtverwaltung so viele Anmeldungen erhalten, dass sie Kinder werden abweisen müssen.

Dies trifft vor allem die Gemeinschaftsgrundschule Krähenbüschken am Strippchens Hof in Broich, die im jahrgangsübergreifenden Unterricht 19 Erstklässler mehr aufnehmen könnte als es die Platzsituation derzeit zulässt. Engpässe gibt es auch an der Gemeinschaftsgrundschule Heinrichstraße in Heißen (14 Anmeldungen zu viel), an der Barbaraschule (13) in Dümpten, der Gemeinschaftsgrundschule Steiger Weg (6) in Winkhausen und der Martin-von-Tours-Schule (5) in der Altstadt.

Aktuell muss keine weitere Schule Kinder abweisen

„Es bleibt festzustellen, dass aufgrund der derzeitigen Anmeldesituation lediglich an fünf Grundschulen nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können“, stellt das Schulamt in einem Bericht für die Bildungspolitik aktuell fest. Dies sei „eine erfreuliche Entwicklung“, die zeige, dass trotz der freien Grundschulwahl „ein hinreichend bedarfsgerechtes Angebot im Primarbereich besteht und überwiegend die Erstwünsche der Eltern Berücksichtigung finden können“.

Wo es doch nicht passt, will die Stadt bei Eltern von Kindern, die abgewiesen werden, für eine bestimmte andere Schule werben. Etwa könnten die Kinder, die an der Heinrichstraße nicht aufgenommen werden können, zur Gemeinschaftsgrundschule an der Filchnerstraße gehen, wo derzeit für drei Klassen 60 Schüler angemeldet sind.

Ausweichmöglichkeiten für die Schüler

Von der Barbaraschule abgewiesene Kinder könnten an der Astrid-Lindgren- oder Schildbergschule aufgenommen werden. Wer am Steiger Weg nicht unterkommen kann, könnte zur Erich-Kästner-Schule ausweichen. Alternativen für die ebenfalls überlaufenen Grundschulen Krähenbüschken und Martin-von-Tours benennt das Schulamt aktuell nicht.

Die Selbecker Grundschule, die in den vergangenen Jahren vor dem Aus stand, zählt 17 Anmeldungen. Das reicht für eine Klasse.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben