Kultur

40.000 Euro Museumsförderung für Mülheimer Verein Makroscope

Das ehemalige Prüßmann-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße 48 soll zu einem Mülheimer Kulturzentrum werden.

Das ehemalige Prüßmann-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße 48 soll zu einem Mülheimer Kulturzentrum werden.

Foto: Tamara Ramos

Mülheim.   Kuzlturausschuss der LVR unterstützt insgesamt 15 Projekte. Mülheimer Verein Makroscope will Museum für Fotokopie konzipieren.

Der Kulturausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland (LVR) hat jetzt für das laufende Jahr die Unterstützung von 15 rheinischen Museen mit insgesamt knapp 375.000 Euro beschlossen. Der Mülheimer Verein Makroscope wird dabei mit 40.000 Euro gefördert, teilte der LVR mit. Das Geld soll laut Antrag in das Projekt zur Konzeptentwicklung für ein Museum für Fotokopie fließen.

Der Landschaftsverband Rheinland unterstützt mit seiner Museumsförderung Projekte, Ideen und konkrete Aktivitäten kommunaler und nicht-kommunaler Museen. Das Makroscope mit Sitz an der Friedrich-Ebert-Straße 48 gehört damit zu insgesamt 15 geförderten Museen, darunter ist etwa auch das Deutsche Klingenmuseum in Solingen, das für die Digitalisierung seiner Bibliothekssoftware 50.000 Euro erhält.

Zusammenschluss von Künstlern macht Kauf möglich

Mülheimer Künstler und Förderer um Klaus Urbons und Jan Ehlen haben im Juni 2018 das ehemalige Prüßmann-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße 48 neben dem Mülheimer Rathaus gekauft. Das war nur in einem engen solidarischen Schulterschluss mit vielen Gleichgesinnten und Freunden möglich. Das Haus, in dem sich seit mehreren Jahren das Museum für Fotokopie befindet, und wo regelmäßig Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen und Workshops stattfinden, soll sich zu einem weiteren Mülheimer Kulturzentrum entwickeln. 2016 erschien im Rahmen der Museumsarbeit das erste Buch der Edition Makroscope: Edith Weyde – Wie eine Erfinderin aus dem Rheinland die Welt veränderte.

Außerdem ist das Haus Sitz des Plattenlabels Ana Ott. Seit 2013 finden dort, meist monatlich, Konzerte statt. Laut Selbstverständnis der Organisatoren liegt „der Schwerpunkt auf einem experimentellen Umgang mit Klang und einem kritischen Blick auf kulturindustrielle und popkulturelle Zusammenhänge und Zustände“. Die Aufnahmen erscheinen auf Vinyl oder Kassette, nicht aber auf CD. Das Haus, in dem auch Künstlerateliers eingerichtet wurden, ist zudem die Keimzelle des jährlich im Ringlokschuppen stattfindenden Shiny-Toy-Festivals, das experimentelle Klang- und Lichtkunst präsentiert.

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