Klimademo

200 Mülheimer laufen bei Klimaprotest vor der Europawahl mit

Viele Mülheimer Schüler haben am Freitag zum Motto "Europawahl ist Klimawahl" demonstriert.

Viele Mülheimer Schüler haben am Freitag zum Motto "Europawahl ist Klimawahl" demonstriert.

Foto: Tamara Ramos / FUNKE Foto Services

Mülheim  Bei europaweiter Aktion hat sich die Mülheimer Ortsgruppe von „Fridays for Future“ beteiligt. Die Wahl stand im Fokus - aber eines war tabu.

Mitten auf der Mülheimer Schloßstraße haben rund 200 Demonstranten ein erneutes Zeichen für den Klimaschutz gesetzt. Kurz vor der Europawahl wollten sie damit Wählern zeigen, wofür sie kämpfen und Stimmen für entsprechende Parteien gewinnen. „Europawahl ist Klimawahl“ heißt das Motto, was europaweit in die Proteste der Bewegung „Fridays for Future“ eingebaut werden sollte.

Die Ortsgruppe aus Mülheim entschied sich dazu, vor Ort zu demonstrieren. „In Düsseldorf hatte die Gruppe dazu aufgerufen, sich ihr für eine große Aktion anzuschließen“, erzählt Lea Machno, die wie immer am Megaphon war. Doch den Aktiven war es wichtig, in der eigenen Stadt ein Zeichen zu setzen auf die Europawahl aufmerksam zu machen. „Wir wollen keine Parteien vorgeben, aber würden es begrüßen, wenn die Menschen für diejenigen Stimmen, die sich für das Klima einsetzen. Vielleicht erreichen wir so einen Umschwung in der Gesellschaft“, sagte Julian Scharr aus dem Organisationsteam.

Junge Schüler motivieren die älteren zum Wählen

Die meisten Schüler sind noch keine 18 Jahre alt und daher nicht wahlberechtigt. „In der Schule haben uns die minderjährigen Schüler motiviert, auf jeden Fall zur Wahl zu gehen“, erzählt die 18-jährige Lea Machno, die am Sonntag ihre Stimme abgibt. Viele finden, dass für politisches Engagement das Wahlalter mindestens auf 16 Jahre herabgesetzt werden sollte. „Die Jugendlichen können zumindest auch ihre Eltern animieren, sich für ihre Ziele stark zu machen“, sagt Julian Scharr.

Unterstützt wurden die Schüler bei ihrem Zug über die Schloßstraße, vorbei am Rathaus, Sparkasse und der Ruhr erneut von den „Parents for Future“. Die können im Gegensatz zu vielen Schülern wählen. „Ich möchte Menschen dazu mobilisieren, überhaupt wählen zu gehen. Die Schüler sind größtenteils zu jung, leben aber am längsten“, sagte Hannah Schenck.

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