Westwindfestival

Zum Auftakt des Festivals gab es Tanz und Drohnen in Moers

Die Drohnen

Foto: Arnulf Stoffel

Die Drohnen Foto: Arnulf Stoffel

Moers.  Die Gruppe „fabuleus“ hat am Samstag in der Eventhalle getanzt und sich die Bühne mit Drohnen geteilt. Die Geschichte erinnert an eine Sage.

Drohnen sind vielseitig, keine Frage – so liefern sie ideale Luftbildaufnahmen und können bald vielleicht Pakete von A nach B bringen. Das alles klingt gar nicht abwegig, skurril wird es dann, wenn man mit den kleinen Fluggeräten tanzen möchte.

Dass das funktioniert, hat die Tanzgruppe „fabuleus“ am Samstagabend in der Enni Eventhalle unter Beweis gestellt. Im Rahmen des Kinder- und Jugendfestivals Westwind eröffnete die belgische Gruppe das Programm mit einer modernen, musikalischen Theaterinszenierung, bei der die kleinen Fluggeräte eine große Rolle spielten.

In dem Stück „Rats“, zu Deutsch Ratten, trafen sieben junge Tänzer auf ebenfalls tanzende Drohnen.

Im Stück geht es um Ratten

„Es ist eine sehr schnelle, energetische Inszenierung, die das Ganze besonders macht. Die Belgier und auch Niederländer sind oft Vorreiter, wenn es um ein modernes Kindertheater geht“, erklärte die Mitorganisatorin des Festivals, Annika Stadler.

Wie der Titel bereits andeutete, ging es um Ratten. Das Stück war an die Sage des Rattenfängers von Hameln angelehnt, bei der die Tänzerin den Rattenfänger dargestellt hat und die Drohnen und Tänzer die Ratten. Auf die Idee, Drohnen in die Show einzubauen, kam Choreograph Ugo Dehaes.

„Ich bin fasziniert von Objekten, die sich bewegen und finde es speziell, sie in die Choreographie mit einzubauen“, erklärte der Belgier. Eine Drohne machte Samstagabend den Anfang, bis immer mehr über die Bühne schwirrten.

Eine Drohne wird per Handy gesteuert

Insgesamt sechs Stück flogen unfallfrei durch die Gegend. „Fünf Drohnen sind computergesteuert und eine steuere ich über mein Handy selbst“, erklärte Dehaes.

Mittendrin war eine der Tänzerinnen, die die Drohnen, einer Rattenfängerin gleich, verführte. Pulsierende und schlagwerklastige Musik kamen hinzu und mit Breakdance, Ballett und Contemporary, einem zeitgenössischem Tanzstil, zeigte die Solotänzerin eine eindrucksvolle Performance.

Anschließend folgte ein Teil ohne Drohnen. Nach und nach kamen immer mehr der Tänzer auf die Bühne und zeigten dabei in Solo- und Gruppeneinlagen ihr tänzerisches aber auch artistisches Können. Sprünge, Spagat und schnelle Schrittfolgen gehörten zu der Choreographie dazu.

Mit viel Applaus wurde die Show vom Publikum am Ende bejubelt.

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