Zollfahndung

Zollfahndung durchsucht Wohnung von 72-jährigem Moerser

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Symbolbild.

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Foto: Rene Anhuth / FFS

Moers/Köln.  Zollfahnder aus Essen haben einen Kölner im Visier wegen des Verdachtes, gegen das Waffengesetz zu verstoßen. Auch in Moers wurden sie fündig.

Ein Moerser ist ins Visier der Essener Zollfahndung geraten. Bereits am 13. Juli 2021 stellten Beamte des Zollfahndungsamts Essen bei der Durchsuchung zweier Wohnungen im Köln und Moers zwei vollautomatische Sturmgewehre Typ HK 416, zwei sogenannte „Ghost Guns“, eine illegale Pistole sowie Waffenteile und -zubehör wie Lauf, Magazine, Zielvorrichtungen, Schalldämpfer und Munition, sicher. Das berichtet die Essener Behörde am Donnerstag.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main führt das Zollfahndungsamt Essen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes des Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen einen deutschen Staatsangehörigen aus Köln. Anlass der Ermittlungen war die Sicherstellung einer Postsendung an den Beschuldigten mit einer Laserzieleinrichtung aus China durch Kontrollbeamte des Hauptzollamtes Frankfurt am Main am Frankfurter Flughafen.

Die Zollfahndung hatte einen Durchsuchungsbeschluss

Da der Verdacht bestand, dass der 36-Jährige illegale Waffenteile erworben hatte, erließ das Amtsgericht Frankfurt am Main auf Antrag der Frankfurter Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss für dessen Wohnräume. Diesen haben die Essener Fahnder am besagten 13. Juli umgesetzt; sie fanden in der Wohnung des Beschuldigten - neben seinen Legalwaffen - diverse illegale Waffen, Waffenteile und Zubehör. Wie es weiter heißt, stellten die Zollfahnder zwei vollautomatische Sturmgewehre Typ HK 416 mit Laserzielprojektor sicher.

Ferner wurden zwei sogenannte „Ghost Guns“ Typ Glock und Typ Colt, eine Pistole Walther P22, zwei Schalldämpfer, ein Pistolenlauf, und ein Zielscheinwerfer sichergestellt. Bei sogenannten „Ghost Guns“ handelt es sich um selbst(zusammen)gebaute Schusswaffen ohne Seriennummern.

Die Fahnder durchsuchten die Wohnung in Moers

Da der Beschuldigte angab, die illegalen Waffen, -teile und -zubehör wären Eigentum seines Vaters, wurde im Anschluss dessen Wohnung in Moers durch die Essener Zollfahnder durchsucht. Aufgefunden wurden dort die Legalwaffen des 72-Jährigen, insgesamt mehrere Lang- und Kurzwaffen, Waffenteile, Munition und Treibladungspulver. In Amtshilfe für die Kreispolizeibehörde Wesel wurden auch diese „in Gewahrsam genommen“, wie es heißt.

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Gegen den Kölner wurde nun auch ein Verfahren wegen des Verdachtes des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz eingeleitet. Ebenso wurde gegen den Moerser ein Strafverfahren wegen des Verdachtes des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Waffengesetz eröffnet. Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main, heißt es abschließend.

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