Gastronomie

Zeichen stehen auf gute Nachbarschaft von Röhre und Wohnhaus

So soll das künftige Nachbargebäude der Röhre (rechts) aussehen.   

So soll das künftige Nachbargebäude der Röhre (rechts) aussehen.  

Foto: P & S

Moers.   Wie die Vertreter der Moerser Kultkneipe und der Bauhherr des geplanten Nachbarhauses zusammen mit Pokitik und Rathaus zu einer Einigung kamen.

Ausgerechnet im 50. Jahr ihres Bestehens schien die Zukunft der Röhre ungewisser denn je. Der Betreiber der Kult- und Kulturkneipe an der Weygoldstraße fürchtete massive Konflikte mit dem geplanten Wohnhaus in direkter Nachbarschaft, sah sich wegen möglicher Klagen sogar in seiner Existenz bedroht. Doch jetzt spricht eine Menge für ein friedliches Nebeneinander.

Möglich wird dies wohl aufgrund eines Schlichtungsgespräches, das Hartmut Hohmann und Konrad Goeke, beide SPD und erklärte „Röhrianer“, initiiert hatten. Im Kern ging es dabei um die Frage, wie man verhindern kann, dass der Lärm, der nun mal von einer Veranstaltungskneipe und ihren Gästen ausgeht, die künftigen Nachbarn stört. Die Lösung: Das neue Haus mit sechs Wohnungen wird ein Stück zurückgesetzt, die Wand links vom Aufgang zur Röhre auf Kosten des Bauherrn bis zur Pergola hochgezogen. Die Röhre investiert in ein Dach über der Terrasse. Alles zusammen werde für wirksamen Schallschutz sorgen, sagt Bauherr Hans-Jürgen Pulina, Gesellschafter der P & S Projektierung aus Schwafheim.

Bauordnung hält die Pläne für „umsetzbar“

Neben Pulina haben dieser Einigung die Hauseigentümer der Röhre, Markus Brinkmann als eigentlicher Mieter der Räume (Röhren KG) sowie Claudius Albustin als Betreiber der Röhre zugestimmt. Jetzt muss noch die städtische Bauordnung ihren Segen geben, die allerdings bei den Gesprächen dabei gewesen ist und die Pläne für „umsetzbar“ hält, wie ein Rathaussprecher auf Anfrage sagte. Die Stadt sei sehr froh, dass sich die Parteien geeinigt haben.

Dass sich derzeit auf der Baustelle nichts bewegt, liegt an der erzielten Einigung, deren Einzelheiten Pulina und sein Büro gerade in die Änderungsanzeige zur Baugenehmigung einarbeitet. Er rechnet damit, dass die Bauarbeiten im dritten Quartal dieses Jahres beginnen können.

Claudius Albustin bestätigte auf Anfrage die Einigung grundsätzlich, wollte sich aber zu Einzelheiten nicht äußern. Hartmut Hohmann nannte die Vermittlungsgespräche „angenehm und positiv mit einem guten Ausgang“.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik