Mobilitätskonzept

Wünsche in Neukirchen: Parken, Tempo 30 und sichere Radwege

Harald Lenßen hat am Montag in Neukirchen etwas mehr Bürger erreicht als in der vergangenen Woche in Vluyn.

Harald Lenßen hat am Montag in Neukirchen etwas mehr Bürger erreicht als in der vergangenen Woche in Vluyn.

Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  Die Stadt Neukirchen-Vluyn hat für Montagabend zur zweiten Bürgerinfo zum klimafreundlichen Mobilitätskonzept geladen. Parken war ein Thema.

Die Parkmöglichkeiten an der Hans-Böckler- und der Krefelder Straße gehörten am Montagabend im Sport- und Freizeitpark Klingerhuf zu den kleinen Knackpunkten bei der zweiten Bürgerinformation zum klimafreundlichen Mobilitätskonzept. Im Gegensatz zu den Ausführungen in Vluyn weise das Konzept nicht aus, wo der ruhende Verkehr stattdessen hin solle, lautete eine Kritik aus dem Auditorium.

Hans-Rainer Runge von Büro, Runge IVP, welches das Konzept erstellt hatte, wies für die erstgenannte Straße auf die Möglichkeiten in der Waldstraße hin, wo es in senkrechter Ausrichtung ausreichend Parkplätze gebe. An der Krefelder Straße müsse man sich womöglich über das so genannte einhüftige Parken verständigen. Runge: „Da sind intelligente Lösungen gefragt.“

An der Krefelder Straße werden im Mobilitätskonzept die fehlenden Radwege bemängelt. Insgesamt war unstrittig, dass die Sicherheit von Radfahrern generell erhöht werden müsse. Weiteres Thema: Tempo 30 im Bereich von Mozart- und Andreas-Bräm-Straße. Hier sei der Landesbetrieb Straßen NRW Herr des Verfahrens, hieß es, aber sowohl Runge als auch Bürgermeister Harald Lenßen gaben sich zuversichtlich, dass durch neue Erkenntnisse Bewegung in Gespräche kommen könnte.

Gesprächsbedarf hatte der Heimat- und Verkehrsverein Neukirchen mit Blick auf die L 140. Die Staus auf der A40 führten zu mehr Verkehr auf der Straße.

Die Frage nach anderen Planungen konnte Runge nur negativ beantworten: „Die L 140 ist Umleitungsstrecke für die A40 und wird es auch bleiben.“ Es sei keine schöne Situation, aber Umleitungsstrecken müsse es geben. Letztlich wurde noch über den ÖPNV diskutiert. Die in einer im Konzept benannten Studie zutage geförderte Bequemlichkeit von Autofahrern resultiere auch aus dessen mangelnden Ausstattung.

Zu diesem zweiten Termin waren etwas mehr Bürgerinnen und Bürger außerhalb von Politik und Gremien gekommen.

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