Weniger Flüchtlinge

Neukirchen-Vluyn.   Die Zahl der Flüchtlinge sinkt weiter. Derzeit leben weniger als 300 Frauen und Männer in den städtischen Unterkünften. Als einen wesentlichen Grund für die Entwicklung nennt die Grafschafter Diakonie in ihrem Jahresbericht an die Stadt die hohe Anerkennungsquote des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), was zur Folge hat, dass die Flüchtlinge die Unterkünfte verlassen können.

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Die Zahl der Flüchtlinge sinkt weiter. Derzeit leben weniger als 300 Frauen und Männer in den städtischen Unterkünften. Als einen wesentlichen Grund für die Entwicklung nennt die Grafschafter Diakonie in ihrem Jahresbericht an die Stadt die hohe Anerkennungsquote des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), was zur Folge hat, dass die Flüchtlinge die Unterkünfte verlassen können.

Zudem gebe es kaum noch Zuweisungen, dafür aber Abschiebungen und freiwillige Rückkehr in die Heimatländer nach dem negativen Abschluss von Asylverfahren, heißt es weiter in dem Bericht. Zwar kommen vereinzelt Familienmitglieder von Flüchtlingen nach Deutschland, es gebe Geburten, doch diese Umstände hätten den Zahlentrend nicht aufhalten können, so die Diakonie. Zwei Drittel der Bewohner der städtischen Unterkünfte sind Männer, nicht ganz die Hälfte sind Einzelpersonen. Die meisten Geflüchteten in Neukirchen-Vluyn kommen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan.

Die Übergangsheime haben derzeit eine Menge freier Kapazität. 129 Plätze sind nicht belegt, und die Häuser könnten noch leerer sein. Denn 130 Bewohner könnten aufgrund ihres rechtlichen Status’ Wohnungen auf dem freien Markt beziehen – theoretisch. Allerdings macht sich auch an dieser Stelle die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt bemerkbar, analysiert die Diakonie. Groß sei vor allem die Nachfrage nach Wohnungen für Singles.

Die Stadt hat bereits Häuser des CJD aufgegeben. Ende des Jahres, wenn alle Mietverträge mit dem CJD auslaufen, rechnet sie mit 45 unbelegten Plätzen. SPD und CDU im Rat der Stadt haben wegen des Leerstandes Bedenken gegen den Bau neuer Unterkünfte.

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