Gesamtschule Niederberg

Warum die Gesamtschule in Neukirchen-Vluyn neue Mofas hat

| Lesedauer: 3 Minuten
Sandra Kaesling, Bernd Brands, Konrektorin Katja Pannen und Anke Rothe.

Sandra Kaesling, Bernd Brands, Konrektorin Katja Pannen und Anke Rothe.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  Die Gesamtschule Niederberg bekommt zwei neue Mofas vom Förderverein. Was die Schüler selbst zu dieser Neuanschaffung beigetragen haben.

Ein roter und ein schwarzer Flitzer der Marke Rivero gehören jetzt der Gesamtschule Niederberg in Neukirchen-Vluyn. Die neuen 25 km/h-Mofas wurden am Donnerstag vom Förderverein übergeben und sollen von den Neuntklässlern in Zukunft genutzt werden. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler den meisten Teil dazugegeben.

Mittwochs in der ersten und zweiten Stunde heißt es für zwölf Schülerinnen und Schüler: Wann habe ich Vorfahrt? Wie verhalte ich mich an Bushaltestellen? Wie funktioniert so ein Mofa? Sandra Kaesling ist Lehrerin und Leiterin der Werkstatt, der die Mofas jetzt zugutekommen.

Der Andrang in der Werkstatt ist groß

Der Andrang für die Werkstatt sei groß: „Wir machen Vorstellungsgespräche, wer das wirklich machen will. Viele wohnen weiter weg, haben oder bekommen ein Mofa, aber ihnen fehlt der Führerschein“, erklärte sie. Das soll sich in der AG ändern.

Denn ein Schuljahr lang werden die 14- und 15-Jährigen in Theorie und Praxis ausgebildet, um ihren Mofa-Führerschein zu machen. Dafür meldet sie die Kinder im Frühjahr beim TÜV in Hülsdonk an, wo sie dann letztlich ihre Prüfungen absolvieren. Ab ihrem 15. Geburtstag können sie dann fahren – man habe aber durch die Praxisübungen an der Schule mehr Erfahrung sammeln können als in einer Fahrschule, so Werkstattleiterin Kaesling.

Das sieht auch Bernd Brands so, der die Zweiräder aufgetrieben hat: „Die Schülerinnen und Schüler haben da richtig Bock drauf und die Praxis ist kein Problem“, erklärte der Schulpflegschaftsvorsitzende. Für die Theorie seien sie eher schwieriger zu begeistern. Jetzt mit den neuen Mofas sieht das vielleicht anders aus, denn sie seien bitter nötig. Die alten seien schon rund 20 Jahre alt, man kriege keine neuen Teile mehr und die Reparatur sei zu aufwendig, erklärte Brands. Er könne die Wartung an den neuen Modellen gut durchführen und sie stinken nicht mehr so wegen der neuen Abgasnormen.

Die Schüler haben 3000 Euro erlaufen

Dass dies die kostengünstigste Lösung gewesen ist, erzählte Anke Rothe vom Förderverein. Sie hätten 1000 Euro dazu gesteuert, die Kinder durch ihren Sponsorenlauf im Sommer die restlichen 3000 Euro für die neuen Mofas. „Das sind quasi ihre und deshalb kümmern sie sich hoffentlich auch mehr darum“, sagte Rothe.

Auch Katja Pannen, die stellvertretende Schulleiterin, freut sich über die neuen Zweiräder: „Wir geben vielen Kindern in Zukunft die Möglichkeit, den Führerschein hier bei uns kostengünstig und intensiv zu machen.“ Zu sehen gibt es die Mofas am Samstag von 10 bis 13 Uhr, wenn die Gesamtschule Niederberg ihren Tag der offenen Tür mit Adventsbasar feiert.

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