Wahl 2021 in Moers

Wahl in Moers und Umgebung: Kerstin Radomski im Bundestag

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Kerstin Radomski wird weiterhin in Berlin arbeiten.

Kerstin Radomski wird weiterhin in Berlin arbeiten.

Foto: Tobias Koch

Moers/Neukirchen-Vluyn/Krefeld.  Der Wahlkreis Wesel II/Krefeld II ist künftig mit drei Abgeordneten im Bundestag vertreten. Der Listenplatz von Kerstin Radomski (CDU) greift.

Kerstin Radomski (CDU) kann nun doch ihre dritte Legislaturperiode im Deutschen Bundestag planen. Die Nachricht hat sie selbst am frühen Montagmorgen erhalten: Ihr Listenplatz 20 hat gegriffen. Als Vorletzte der Landesliste ist die Krefelderin in den nächsten Bundestag eingezogen. Sie gehört ihm seit 2013 an. Mit dem Direktkandidaten Jan Dieren (SPD) und der Listenkandidatin Ulle Schauws (Grüne) ist der Wahlkreis Wesel II/Krefeld II damit künftig mit drei Abgeordneten im Bundestag vertreten.

Radomski (28,4 Prozentpunkte) hatte ihr 2017 gewonnenes Direktmandat bei der an Jan Dieren (35,2) abgeben müssen.

Am Montagabend tagte der Landesvorstand, am Dienstag die Bundesfraktion in Berlin. Radomski ist dabei und sagt: „Ich muss erstmal schauen, wer alles in der Fraktion ist.“ Für einen Sitz im Haushaltsausschuss, dem sie bisher angehört, interessiere sie sich weiter. Zur Situation der CDU im Bund sagt sie: „Die Zeit wird zeigen, ob wir mitgestalten können. Ich finde es legitim, wenn Armin Laschet die Regierungsverantwortung anstrebt.“

Ulle Schauws (Grüne) blickt auf Zusammenarbeit mit SPD

Bereits am Sonntagabend hatte sich Ulle Schauws (Grüne) für ein Regierungsbündnis ihrer Partei mit der SPD und einem weiteren Partner ausgesprochen.

Wahlsieger Jan Dieren nimmt am Dienstag an der ersten Sitzung der neuen SPD-Fraktion in Berlin teil. Die Arbeit für die Partei steht für ihn im Vordergrund, er will aber auch über Parteigrenzen hinweg Kontakt knüpfen: „Ich möchte mit allen zusammenarbeiten, die sich die Frage stellen, wie wir unsere Zukunft gestalten.“ Die Zukunft gestalten will er von Berlin und vom Niederrhein aus. Atilla Cikoglu, der Moerser SPD-Fraktionsvorsitzende, geht jedenfalls erst einmal davon aus, dass Dieren sein Ratsmandat und den Vorsitz im Sozialausschuss behält, sagt aber: „Wir werden natürlich diskutieren müssen, ob das zeitlich leistbar ist.“

In Moers hat Jan Dieren klar gewonnen

In Moers sind alle 27 Ratswahlbezirke an die SPD gegangen. Dort ist das Ergebnis noch deutlicher ausgefallen als im Gesamtwahlkreis: Dieren bekam 40,8 Prozent. In den Bezirken Rheinkamper Ring und Repelen-West/Genend erhielt der Direktkandidat mehr als 50 Prozent der Erststimmen. Kerstin Radomski bekam den größten Zuspruch in Schwafheim und Schwafheim/Asberg-Süd (jeweils 32,1 Prozent).

Wie die Stadt mitteilt, waren rund 1000 Wahlhelferinnen und -helfer im Einsatz. Am längsten wurde in Schwafheim ausgezählt, was ein Stadtsprecher mit der dortigen Menge an Briefwählern begründet. In den meisten Wahllokalen verlief der Sonntag ruhig. In einem Fall habe es „ein bisschen Stress gegeben“, als sich ein Ehepaar mit zwei Schäferhunden geweigert habe, die Hunde, die den Menschen durchaus Respekt einflößten, draußen zu lassen und nacheinander zu wählen.

Große Augen haben die gemacht, die im Bildungszentrum die Briefwahlstimmen auszählen wollten. In dem ihnen zugeteilten Raum war gerade ein afrikanischer Trommelkurs zugange. Die fröhliche Musik wurde nicht gestört, die Auszähler fanden ein anderes Zimmer.

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