US Biker meets Niederrhein

Sogar Hessen kommen zum Bikertreffen nach Neukirchen-Vluyn

US Biker meets Niederrhein: Aufstellung zur gemeinsamen Ausfahrt an der Weserstraße.

US Biker meets Niederrhein: Aufstellung zur gemeinsamen Ausfahrt an der Weserstraße.

Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  Bei US Biker meets Niederrhein ist ein Hesse für die weiteste Anreise ausgezeichnet worden. Das schönste Motorrad hatte aber jemand anders.

Mit knatternden Motoren haben sich die gut 200 Biker aufgereiht. Wenig später fiel dann auch schon der Startschuss. Vom Averdunkshof in Neukirchen-Vluyn ging es durchs hiesige Stadtgebiet, nach Moers und schließlich zurück zur Gaststätte an der Weserstraße. Die geführte Tour war rund 35 Kilometer lang. Zum achten Mal hieß es am Wochenende: US Biker meets Niederrhein.

Peter Clasani hat zum Motorradtreffen eingeladen. Erstmals nach drei Jahren fand das Bikerfestival wieder am Averdunkshof statt. „Nach dem Betreiberwechsel am alten Gelände am Schacht IV in Moers konnten wir dort nicht mehr unser Fest feiern“, erklärt Clasani. Also musste eine neue Location her und da ist der Veranstalter mit dem Averdunkshof schnell fündig geworden. Denn der ist kein unbekannter Ort für die Biker, bis 2015 war der Biergarten Austragungsort des Treffens. So kehrten sie am Wochenende quasi ein bisschen zu ihren Wurzeln zurück.

Und das kam an. „Die Stimmung ist super und die Musik ist klasse. Es ist wie ein großes Familientreffen“, sagt Besucherin Heike Bürgmann. Auf der Bühne standen unter anderem die Bands „Luke Vito“ und „Sissi Top“. Das Konzept wurde auch auf der Händlermeile angepasst. 21 Aussteller, mehr als in den Jahren zuvor, ließen Biker-Herzen höherschlagen.

Die Erlöse sind für gute Zwecke

Anke Speth verkaufte klassisches Zubehör: Lederjacken, Westen und Sonnenbrillen. „Der Sicherheitsaspekt steht da immer an erster Stelle. Eine gute Ausrüstung ist für jeden Biker wichtig“, weiß Speth. Mehrere Jahre reist sie schon aus dem rheinland-pfälzischen Neuwied an. „Die Atmosphäre ist einfach toll. Es gibt alles, was so ein Treffen braucht: Essen, Musik und Zubehör.“ Der gute Zweck kam auch dieses Mal wieder nicht zu kurz.

Ein Teil des Erlöses ging an Guido Lohmanns Charity-Aktion Bewegen hilft, der andere Teil an den Verein Gänseblümchen NRW, der sich für krebskranke Kinder einsetzt.

Am Samstagnachmittag wurde es spannend: Drei Preise wurden verliehen. Die weiteste Anreise, die größte Gruppe und das schönste Motorrad wurden prämiert. Der Hesse Klaus Lehmann hatte mit 320 Kilometern die weiteste Anreise. Er konnte auch gleich den zweiten Preis für die größte Gruppe mit nach Hause nehmen: Gemeinsam mit Norbert Röder und Gerd Schmidt bildete er die größte angemeldete Gruppe. Ja, das ging auch mit drei Personen.

Dann kam sicherlich der Höhepunkt: Wer hat das schönste Bike? Die Auswahl war nicht leicht. Alle Maschinen waren auf Hochglanz geputzt. Die Besucher bildeten die Jury. Sie stimmten schließlich für Timo Daanen und sein schwarz-braunes Kastenbike. „Das ist ein schönes Gefühl, sogar einen Preis fürs eigene Motorrad zu bekommen“, sagt er.

Ein Kommen und Gehen

Was damals als kleines, spontanes Treffen in Rheinberg begonnen hatte, ist mit den Jahren gewachsen. Gut 2000 Motorradfahrer, so schätzt Peter Clasani, waren am Samstag am Averdunkshof. Sie bevölkerten natürlich nicht alle gleichzeitig das Gelände. Es war ein stetiges Kommen und Gehen – und das trotz des Starkregens. Die Biker störte das aber kaum, sie waren hart im Nehmen. „Wenn es regnet, regnet es halt“, sagt Clasani lachend. War der Schauer vorbei, wurden die Maschinen und Pavillons getrocknet und schon ging das Festival ganz ausgelassen weiter.

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