Freizeit

So sieht es jetzt beim Tanzzentrum Niederrhein aus

| Lesedauer: 5 Minuten
Sportwart Hans Schwerdtfeger und der 1. Vorsitzende Wolfgang Sturmeit werben für ihr Hobby.

Sportwart Hans Schwerdtfeger und der 1. Vorsitzende Wolfgang Sturmeit werben für ihr Hobby.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Die Kellerkinder der Overbergschule sind in die Belle Etage der Sportanlage Alemannia Kamp gezogen. So langsam kommt Leben in die schicke Bude.

Sie kamen aus dem Keller der Overbergschule und residieren jetzt in der Belle Etage der Sportanlage Kamp. „Das ist purer Luxus“, befindet der Vorsitzende des Tanzzentrums Niederrhein, Wolfgang Sturmeit. Mitten im Lockdown sind die neuen Räume des Tanzzentrums Niederrhein mit zwei großen Sälen fertig geworden. Das ist ein Jahr her. Und dann standen sie erst einmal leer. Sport in geschlossenen Räumen war – trotz guter Lüftungsanlage – lange nicht angesagt. „Eine schlimme Zeit, für alle Vereine“, sagt Sturmeit.

Mitgliederzahl war auf Talfahrt

Und wie für alle Vereine bedeutete der Lockdown für das Tanzzentrum: Mitgliederschwund bis an die Schmerzgrenze oder darüber hinaus. Von 520 zahlenden Tänzern ging es runter auf 430. „Ein Viertel davon haben wir inzwischen wieder aufgeholt“, berichtet der Vorsitzende nicht ohne Stolz. Gleichwohl: Die Kasse war auch durch die belastet, die sich – mangels Trainingsangebot ja durchaus legitim – „passiv“ gemeldet haben mit einem minimalen Beitrag. „Dass wir das Training relativ zügig wieder aufnehmen konnten, ist nur unseren Rücklagen zu verdanken.“

Jetzt ist also richtig Leben eingekehrt in die obere Etage an der Rheurdter Straße 99. 42 Gruppen nutzen das frische Parkett. Bemerkenswert: Allein 150 Kids frönen dem Tanzsport – und es werden immer mehr. Tanzen scheint gerade bei den Knirpsen zwischen vier und sechs Jahren in Kamp-Lintfort angesagt zu sein. „Wir haben gerade zwei neue Gruppen eingerichtet, sind jetzt bei vier, haben aber schon eine Warteliste. Das sieht nach einer fünften aus“, erklärt Angelika Sturmeit. Wobei der Nachwuchs des Tanzzentrums natürlich nicht Foxtrott und Walzer aufs Parkett legt, sondern sich einfach nur zu moderner Musik bewegt. Das sei so eine Mischung aus Hip Hop und Zumba, erklärt Sturmeit.

Jungs tanzen nur selten im Zentrum an

Und es bleibt auch bei dieser Sparte des Tanzens dabei: Es ist nicht der Sport der Wahl bei Jungs. 80 Prozent der Aktiven in Kamp-Lintfort inklusive der Kids sind weiblich, heißt es vom Verein. Wohl auch deshalb sind auch die Angebote bei den Erwachsenen nicht primär beim Gesellschaftstanz angesiedelt, sondern: „Zumba gibt es hier fast täglich.“

Der Turniersport dagegen habe besonders durch Corona gelitten: „Wer zwei Jahre kein Training machen konnte – da haben viele aufgehört.“ Obwohl die Turnierpaare einen eigenen Schlüssel haben und trainieren können, wann sie wollen.

Und das „Sportgerät“, wie es der Vorstand nennt, nämlich das Parkett, ist bestens geeignet, mit feinen Ledersöhlchen betreten zu werden. Genau deshalb leiht der Verein das Gerät nicht aus, auch wenn die beiden großen Säle zusammengelegt für eine Riesen-Hochzeitssause Begehrlichkeiten wecken. „Wir hatten schon Anfragen. Aber hier kommt kein Fremder rein.“

Erklärtes Ziel des Tanzzentrums Niederrhein ist es zu wachsen. „Die 600-er-Marke haben wir fest im Blick“, sagt Wolfgang Sturmeit. Da muss der Verein auch mit der Zeit gehen, wenn der klassische Gesellschaftstanz nicht mehr so zieht. Disco-Fox geht da schon eher, der durchaus beliebte Salsa floppte seltsamerweise bei den Kamp-Lintfortern, jetzt soll Tango Argentino ambitionierte Paare locken. Oder für die, die einfach nur Bewegung brauchen: „Fitness-Yoga“ hört sich nach einem umfassenden Angebot an.

Problemlos kündigen

Das Tanzzentrum macht es übrigens potenziellen Vereinsmitgliedern leicht: Zwei Probestunden sind kostenlos möglich – außer beim Zumba. Die Mitgliedschaft ist monatlich kündbar. „Wir sind auch günstig. Andere Vereine nehmen 6 bis 7 Euro mehr“, erklärt der Vorstand zu den Beiträgen von 21 Euro im Monat für Erwachsene und 10 bis 12 Euro für Kinder. Wer eine zweite Gruppe besuchen will, zahlt dafür nur 5 Euro mehr.

Womit das Tanzzentrum bei neuen Mitgliedern punkten will? „Hier ist jede Stunde ‘ne Fete, unsere Trainer sind keine Einpeitscher, sondern Entertainer“, versichert Sturmeit.

>>> INFO

Das Tanzzentrum Niederrhein ist auf der Sportanlage von Alemannia Kamp zu finden, Rheurdter Straße 99, am Fuße des Kamper Berges. Anfragen werden telefonisch unter 02804/219461 beantwortet oder per E-Mail: info@tanzzentrum-niederrhein.de. Mehr Infos, beispielsweise zu Trainingszeiten, gibt es auch auf der Homepage www.tanzzentrum-niederrhein.de.

Der Vorstand macht darauf aufmerksam, diese Seite besser nicht über Google zu suchen, denn sonst tauche Werbung auf. Besser sei es, den Link direkt einzugeben. Das Tanzzentrum hat noch einen zweiten Standort im Bürgerhaus in Sevelen.

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