St. Bernhard-Hospital

So bestimmen Pflegekräfte in Kamp-Lintfort ihre Arbeitszeit

| Lesedauer: 2 Minuten
Anna Schäfer (links) und Sabine Richter mit ihrem Sohn (Mitte) haben das Flexpool Modell für das St. Bernhard-Hospital entwickelt, Pflegefachkraft Alina Unger freut sich über das familienfreundliche Arbeitszeitmodell.

Anna Schäfer (links) und Sabine Richter mit ihrem Sohn (Mitte) haben das Flexpool Modell für das St. Bernhard-Hospital entwickelt, Pflegefachkraft Alina Unger freut sich über das familienfreundliche Arbeitszeitmodell.

Foto: Foto: St. Bernhard-Hospital

Kamp-Lintfort.  Im St. Bernhard-Hospital in Kamp-Lintfort können die Pflegefachkräfte über ihre Arbeitszeit jetzt selbst entscheiden. Wie es funktioniert.

Im St. Bernhard-Hospital können Pflegefachkräfte ihre Arbeitszeit jetzt selbst bestimmen. „Flex-Pool“ heißt das Programm, mit dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheiden, wann ihre Arbeit beginnt und wann sie endet oder wann sie Urlaub nehmen.

„Flex-Pool“ steht für „Flexibler Pflegepool“. von dem Arbeitnehmer wie Arbeitgeber profitieren. Die Pflegefachkräfte können zu den Zeiten arbeiten, an denen sie es möchten, und die Klinik setzt sie ein, wo sie gebraucht werden, erklären Anna Schäfer und Sabine Richter, beide stellvertretende Pflegedirektorinnen in Teilzeit, in einer Pressemitteilung. Bislang hat eine Reihe von Mitarbeiterinnen das Angebot angenommen.

Einsatz auf wechselnden Stationen

Einzige Voraussetzung zur Teilnahme an Flexpool ist Flexibilität. Denn die Pflegenden werden auf den Stationen eingesetzt, an denen sie an diesem Tag benötigt werden – und nicht dauerhaft auf der gleichen Station. „Wir erwarten auch, dass die Mitarbeiter ein Wochenende im Monat im Einsatz sind, wobei die beiden Tage aufgeteilt werden können“, zeigt Sabine Richter auf.

Gerade für Pflegende mit Kindern bietet dieses Modell viele Vorteile. „Normalerweise beginnen wir in der Pflege um 6 Uhr mit dem Einsatz. Kommt das einer Mutter nicht aus, weil sie ihr Kind erst um 7.30 Uhr in den Kindergarten bringen kann, liegt die Entscheidung bei ihr, erst um 8 Uhr zu beginnen“, erzählt Anna Schäfer. Dabei liegt auch die zu leistende Anzahl der Arbeitstage pro Monat in der Entscheidung der Pflegenden. „Im Minimum muss der Einsatz an zwei Tagen im Monat stattfinden und geht bis zum Vollzeit-Einsatz von 38,5 Stunden pro Woche“, berichtet Richter. „Was unsere Mitarbeiterinnen besonders schätzen: auch der Urlaub ist komplett frei planbar.“ Pflegefachkräfte, die sich für eine Teilnahme am Flexpool entschieden haben, können auch wieder zurück und sich für den festen Einsatz auf einer Station entscheiden.

Beide Elternteile im Schichtsystem

„Der Springerpool war und ist für meine Familie eine große Erleichterung“, berichtet Gesundheits- und Krankenpflegerin Alina Unger. „Da auch mein Partner im Schichtsystem arbeitet, war die Planung der Versorgung unseres Sohnes eine organisatorische Herausforderung, zumal unsere Eltern nicht in der Nähe wohnen.“ Nun hat sie einen festen Dienstplan mit Wunscharbeitszeiten, die optimal zum Familienalltag passen. „Ich bin sehr zufrieden und fühle mich als Mitarbeiterin des Pools gut aufgehoben“, so ihr Fazit.

Bewerbungen für den „Flex-Pool“ sind über das Bewerberportal auf www.st-bernhard-hospital.de möglich. Telefonische Informationen: 02842/70 82 86.

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