Schwierige Suche nach Wohnraum

Neukirchen-Vluyn.   Anerkannte Flüchtlinge haben es derzeit nicht leicht in Neukirchen-Vluyn. Zum einen stecken rund 150 von ihnen in Flüchtlingsheimen fest, weil sie keine ad­äquate Wohnung finden, obwohl sie auf dem freien Wohnungsmarkt vermittelt werden könnten. Zum anderen müssen sie für diese Unterkünfte, aus denen sie eigentlich ausziehen sollen, ab Oktober eine Gebühr bezahlen. Das beschloss der Sozialausschuss am Montag einstimmig.

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Anerkannte Flüchtlinge haben es derzeit nicht leicht in Neukirchen-Vluyn. Zum einen stecken rund 150 von ihnen in Flüchtlingsheimen fest, weil sie keine ad­äquate Wohnung finden, obwohl sie auf dem freien Wohnungsmarkt vermittelt werden könnten. Zum anderen müssen sie für diese Unterkünfte, aus denen sie eigentlich ausziehen sollen, ab Oktober eine Gebühr bezahlen. Das beschloss der Sozialausschuss am Montag einstimmig.

Die Probleme in der Wohnungsvermittlung ergeben sich nach Angaben der Beigeordneten Margit Ciesielski vor allem aus zwei Gründen: Einerseits fehlen in Neukirchen-Vluyn die Kapazitäten, um vor allem die 61 Einzelpersonen in Wohnungen unterzubringen. Auf der anderen Seite: „Manche Vermieter haben noch an einigen Stellen Vorbehalte“, erläuterte Ciesielski. Doch die Stadt sei bereits an große Vermieter herangetreten, sodass sich dort bald etwas tun werde.

Um anerkannte Flüchtlinge bei der Suche nach geeignetem Wohnraum und dem Integrationsprozess zumindest für einen gewissen Zeitrum weiterhin zu unterstützen, beschloss der Ausschuss einstimmig, die Zusammenarbeit mit der Grafschafter Diakonie auszuweiten und eine zusätzliche Betreuerstelle zu schaffen.

Für ihre provisorischen Wohnungen, in denen die Menschen derzeit noch „festhängen“, verlangt die Stadt ab dem kommenden Monat eine Gebühr von 206, 14 Euro pro Kopf, zu der noch eine Pauschale für Strom kommt. Für die Kosten dieser „Miete“ komme vor allem der Bund in Form des Jobcenters oder des Sozialamts auf.

Weitere Aufnahme von Flüchtlingen

In diesem Jahr hat die Stadt noch keine Flüchtlinge aufnehmen müssen. Das wird sich aber wegen des veränderten Status’ einiger Flüchtlinge bis Ende Dezember ändern. Im Rathaus rechnet man damit, dass die Bezirksregierung Arnsberg rund 50 neue Flüchtlinge nach Neukirchen-Vluyn schicken wird, kündigte Margit Ciesielski an.

Diese erneute Zuweisung werde im Laufe des kommenden Quartals mit der Bezirksregierung so abgesprochen, dass eine möglichst reibungslose Verteilung der Menschen auf ihre vorübergehenden Unterkünfte möglich werde.

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