Konzertreihe

Schubertiade begeistert die Zuhörer im Kloster Kamp

Yannick Rafalimanana am Klavier, Anna Heygster an der Violine und Katharina Apel am Violoncello, v.l., spielen das Kammerkonzert am Mittwoch, 09.10.2019 im Rokokosaal des Kloster Kamp in Kamp-Lintfort. Im Rahmen der Kamper Konzerte findet die Schubertiade statt. Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Yannick Rafalimanana am Klavier, Anna Heygster an der Violine und Katharina Apel am Violoncello, v.l., spielen das Kammerkonzert am Mittwoch, 09.10.2019 im Rokokosaal des Kloster Kamp in Kamp-Lintfort. Im Rahmen der Kamper Konzerte findet die Schubertiade statt. Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Immer wieder bieten die Kamper Konzerte hochklassige Musik. Auch Mittwoch, als Musiker des Gürzenich Orchesters Köln eine Schubertiade spielten.

Mit einer romantischen „Schubertiade“ meldeten sich am Mittwoch die beliebten Kamper Konzerte aus der Sommerpause zurück. Im malerischen Rokokosaal auf dem Kamper Berg standen gleich zwei wichtige Werke von Franz Schubert auf dem Programm: Das Klaviertrio Es-Dur opus 100 und das Klavierquintett A-Dur op. post 114, besser bekannt als „Forellenquintett“. Franz Schubert ,1797 in Wien geboren und 1828 dort auch gestorben, ist neben Beethoven einer der bedeutendsten Komponisten der frühen Romantik.

Das in seinem Todesjahr entstandene Klaviertrio hat zwar eine ziemlich melancholische Grundstimmung, kommt aber, insbesondere im 3. Satz „Scherzando“, auch tänzerisch-verspielt daher. Insgesamt ein lebendiges und spannendes Musikstück, bei dem trotz fast einer Stunde Länge nie Langeweile aufkommt: „Das wollten wir schon lange unbedingt mal spielen“, erklärte Cellistin Katharina Apel, zusammen mit ihrem Mann Alexander Hülshoff künstlerische Leiterin der Konzertreihe. Nach dem etwas düsteren Klaviertrio habe sich das Forellenquintett als lockere, fröhliche Ergänzung angeboten. Das 1819 als Auftragsarbeit komponierte Werk ist Schuberts einziges Klavierquintett und überrascht mit der Besetzung aus Klavier, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass.

Seinen Beinamen erhielt es, weil Schubert ihm als Thema sein Lied „Die Forelle“ zugrunde legte, das er im 4. Satz „Tema con variazioni“ vielfach und kunstvoll variiert. Ein Quintett, das Volkslied, Salonmusik und Romantik harmonisch vereint. „Beides Werke, die sich zwar leichtfüßig anhören, aber gerade deshalb und wegen ihrer Länge den Musikern einiges an Virtuosität und Kondition abverlangen“, sagte Apel. Eine Aufgabe, die Anna Heygster (Violine), Nathan Braude (Viola), Katharina Apel (Violoncello), Johannes Seidl (Kontrabass) und nicht zuletzt Yannick Rafalimanana (Klavier) mit Bravour lösten: „So perfekt gespielt habe ich Schubert noch nie gehört“, lobte ein begeisterter Besucher.

Nächstes Konzert ist am 6. November

Der stürmische, minutenlange Beifall der Zuhörer im voll besetzten Saal gab ihm Recht. – Das nächste Kamper Konzert findet am 6. November statt. Dann spielt das Trio Charolka Werke von Claude Debussy und Camille Saint-Saéns. Es ist zwar bereits ausverkauft, doch ein paar freie Stühle gibt es immer.

Für Informationen zur Konzertreihe oder weitere Veranstaltungen im geistlichen und kulturellen Zentrum Kloster Kamp können sich Interessierte telefonisch unter 02842/92750 melden oder im Internet unter www.kloster-kamp.eu nachschauen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben