Stadtentwicklung

Planer stellt im Ausschuss Ideen für den Hindenburgplatz vor

Alte Kolonie.

Foto: Hans Blossey

Alte Kolonie. Foto: Hans Blossey

Neukirchen-Vluyn.   Auf dem Hindenburgplatz soll eine Mehrgenerationenfläche entwickelt werden. Ideen hat der Planer vorgestellt. Aber nicht alle sind begeistert.

Einige der Markthändler sind am vergangenen Mittwochmorgen extra früher zum Hindenburgplatz gekommen. Für jenen Tag war ursprünglich der Testlauf für die alternative Marktaufstellung geplant. Die Stadt wollte sich einen Eindruck davon machen, wie der Wochenmarkt aufgebaut werden könnte, wenn man einen Teil des Platzes für eine andere Stadtentwicklung nutzen möchte (die NRZ berichtete). Nur ist der Testlauf ins Wasser gefallen.

An welcher Stelle die Kommunikation gehakt hat, ist offen. Fest steht aber, dass man nach der ersten Terminierung im Ordnungsamt festgestellt hat, dass zwei andere Daten besser passen würden: Mittwoch, 6. Dezember, und Samstag, 9. Dezember. Nach Stadtangaben habe der Außendienst das mit den Marktbeschickern besprochen.

Hintergrund für diese alternative Aufstellung des Wochenmarktes sind die Überlegungen zur Aufwertung des Barbaraviertels. Die Stadt erhält dazu rund 297 000 Euro Fördermittel aus dem Programm „NRW hält zusammen...“ für die Herstellung und Änderung öffentlicher Spielflächen. In Verbindung mit Eigenmitteln stehen 371 000 Euro zur Verfügung.

Das Areal muss mitten im Quartier liegen

Am selben vergangenen Mittwochabend hat Dirk Schellhorn vom Büro Schellhorn Landschaftsarchitektur aus Frankfurt im Ausschuss für Bauen, Grünflächen und Umwelt die bisherigen Schritte vorgestellt, die im Zuge der Bewilligung notwendig waren, inklusive einer Bürgerbeteiligung.

Aufgabe sei gewesen, die Aufenthaltsqualität im Barbaraviertel für alle Generationen zu steigern, erklärte Schellhorn. Die Facette „Bewegung für alle Generationen“ sei dabei immer wieder aufgetaucht.

Insofern sei klar gewesen, dass man einen Bereich herausfiltert und als ein Projekt einen generationenübergreifenden Spielbereich definiert. Für diesen Platz hat das Büro den Hindenburgplatz vorgesehen. „Wir brauchen eine Fläche, die städtebaulich mitten im Quartier liegt“, sagte Schellhorn. Man habe den Platz sehr aufwändig untersucht und Gespräche mit den Marktbeschickern geführt, sagte Schellhorn weiter und sprach von einer „idealen Konstellation“.

Es sind unterschiedliche Flächen vorgesehen

Der Generationenplatz sehe unterschiedliche Flächen vor. Unter anderem soll es einen Mikadoturnwald geben mit sechs Meter hohen Kletterstangen. Die Rede ist von einem Kleinspielfeld und von zwei Großschaukeln. Dazu eine acht bis zehn Meter lange Tafel mit unterschiedlichen kleinen Sitzbereichen.

Auf dem Weddigenplatz sollen laut dieser Planung Schaukeln aufgestellt und auf dem Etzoldplatz die Aufenthaltsqualität für Jugendliche gesteigert werden. Ein weiteres, viertes Projekt ist für den Bendschenweg geplant.

Zudem hat Schellhorn zwei Starterprojekte entwickelt: eine Balancierstange sowie ein Bodentrampolin. Die Stadt muss die Projekte bis Ende 2018 abgerechnet haben, hieß es im Ausschuss. Zudem wurden die Bedenken der Marktbeschicker angesprochen, dass Parkplätze wegfallen könnten.

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