Open Air

Open-Air in Kamp-Lintfort: „Die Päpstin“ kommt zum Kloster

Kulturdezernent Christoph Müllmann, links, und Bürgermeister Christoph Landscheidt freuen sich, dass Kamp-Lintfort erneut „FilmSchauPlatz“ ist.

Kulturdezernent Christoph Müllmann, links, und Bürgermeister Christoph Landscheidt freuen sich, dass Kamp-Lintfort erneut „FilmSchauPlatz“ ist.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  FilmSchauPlätze NRW: Söhnke-Wortmann-Film ist umsonst und draußen zu sehen. Weitere Termine mit anderen Filmen in Rheinberg, Rees und Hünxe.

Ihre Campingstühle, die bei der Kamper Nacht im Einsatz waren, brauchen die Kamp-Lintforter nicht allzu weit weg zu räumen. Am 13. August gibt es schon das nächste Open-Air-Event auf dem Kloster Berg. Im Rahmen der FilmSchauPlätze NRW wird der Söhnke-Wortmann-Film „Die Päpstin“ gezeigt. Vor der Kulisse der mehr als 800 Jahre alten, barocken Anlage bekommt das Drama noch mal eine besondere Wirkung. „Wenn es um historische Kulissen geht, kommt man ja um Kamp-Lintfort nicht herum“, sagt Bürgermeister Christoph Landscheidt selbstbewusst. Es ist nicht das erste Mal, dass Kamp-Lintfort den Zuschlag für das Umsonst-und-draußen-Event der Filmstiftung NRW bekommt. Schon öfter war das Kloster Kulisse, unter anderem war „Der Name der Rose“ zu sehen.

Die FilmSchauPlätze haben auch was Nostalgisches. Denn die Filme laufen noch auf Rollen. Das schränkt die Auswahl der möglichen Streifen ein wenig ein. Aber „Sister Act“ und „Fuck You Göhte“ liefen ohnehin viel im Fernsehen. Da sei Kamp-Lintfort mit der „Päpstin“ besser dran, sagt Josephine Runge vom Kulturbüro. Die aufblasbare Leinwand, auf der das Leiden und Lernen der Johanna in Männerkleidung mitzuerleben ist, misst immerhin 60 Quadratmeter.

Vor dem Film gibt es Jazz und Chansons

Es gibt keine Tribüne auf der Wiese vor der Abteikirche. Die Stadt wird nur einige wenige Sitzplätze anbieten. Die meisten der erwarteten 200 Besucher werden ihre Decken oder Campingstühle selbst mitbringen. Auch Essen und Trinken dürfen sie mitbringen, sofern nichts aus Glas ist. Das Haus Bieger steht auch bereit, um die Cineasten zu versorgen. Ab 19 Uhr dürfen die Filmfreunde anrücken. Die Issumer Sängerin Rachel Montiel wird mit ihrer rauchigen Stimme mit Jazz und Chansons auf den Abend einstimmen, der hoffentlich lau und sommerlich wird. Der Filmabend beginnt mit einem von der Filmstiftung geförderten Kurzfilm. In diesem Fall ist das einer, der seinen Namen verdient: „Heinz“ dauert eine Minute dreißig.

Insgesamt werden bei den FilmSchauPlätzen NRW-weit 19 Filme gezeigt.

In der Region gibt es noch folgende Termine: Rheinberg, 9. August, ab 17.30 Uhr Verköstigung und mit Stadtführungen rund um den Großen Markt und reiterliche Veranstaltungen am Alten Rathaus, danach „The Rider“. Rees, 12. August, Marktplatz, ab 19 Uhr Stadtführungen, Live-Musik vom Buena Music Club, danach: „Der ganz große Traum. Hünxe, 14. August, Otto-Pankok-Museum, ab 17 Uhr „Landschaftsmalerrucksack“ ab 19 Uhr Lesungen im Wohnhaus auf Gut Esselt, anschließend: „Loving Vincent“, ein aus Ölgemälden hergestellter Film.

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