Weltweite Aktion

One Billion Rising: Frauen aus Moers protestieren tanzend

Frauen tanzen in Moers auf dem Altmarkt. Bei der Aktion ONE BILLION RISING demonstrieren Frauen weltweit gegen Gewalt und für ein selbstbestimmtes Leben.

Foto: Ulla Michels

Frauen tanzen in Moers auf dem Altmarkt. Bei der Aktion ONE BILLION RISING demonstrieren Frauen weltweit gegen Gewalt und für ein selbstbestimmtes Leben. Foto: Ulla Michels

Moers.   Rund 150 Frauen und einige Männer protestieren auf dem Altmarkt tanzend gegen Gewalt an Frauen und Kindern. Sie sind nicht allein.

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Rund 150 Frauen und einige Männer haben am Mittwoch auf dem Altmarkt tanzend gegen Gewalt an Frauen und Kindern protestiert. Sie waren nicht allein: In 175 deutschen Städten und 190 Ländern haben an diesem Tag Menschen an der Aktion One Billion Rising (etwa: eine Milliarde erhebt sich) teilgenommen.

Aktion ONE BILLION RISING auf dem Altmarkt in Moers Mitte

Aktion ONE BILLION RISING auf dem Altmarkt in Moers Mitte
Ulla Michels

In Moers hatte die Aktion der Verein Frauen helfen Frauen organisiert. Das Team von Sabine Kellner wurde dabei unter anderem durch die Gleichstellungsstelle der Stadt, das Frauenforum und den Internationalen Kulturkreis Moers (IKM) unterstützt.

Thema im Unterricht behandelt

Schülerinnen und Schüler des Grafschafter Gymnasiums und des Mercator Berufskollegs hatten das Thema im Unterricht behandelt. Einige von ihnen waren am Mittwoch ebenfalls auf dem Altmarkt. Im Mittelpunkt der Aktion stand der Tanz. Break the chain (etwa: Brecht die Ketten) hieß das Lied, das Cay Collin und die Lindengirls der Tanzschule Andrea Hedding mit den Frauen einstudierten. Die Idee, sich weltweit über den Tanz gegen Gewalt an Frauen und Kindern einzusetzen, kam 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler. Wie wichtig das Engagement an dieser Stelle ist, verdeutlichte Sabine Kellner (Frauen helfen Frauen) auf dem Altmarkt: „In Deutschland erlebt jede vierte Frau Gewalt in der Partnerschaft, jede siebte strafrechtlich relevante Gewalt.“

Keine Randerscheinung

Die heimische Bundestagsabgeordnete Ulle Schauws (Grüne) sagte: „Es ist so, dass Gewalt gegen Frauen, dass der tägliche Sexismus keine Randerscheinung ist.“ Aktionen wie #MeToo gegen sexuelle Übergriffe und One Billion Rising stünden für „Solidarität von Frauen, die nicht schweigen, die Widerstand leisten und gemeinsam aufstehen.“

Bürgermeister Christoph Fleischhauer hofft, dass das Thema die Menschen auch in Zukunft bewegt. Die Gleichstellungsbeauftragte Barbara Folkerts sagte, geflüchtete Frauen, die Gewalt erfahren haben, hätten ein Recht auf Asyl.

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