Niederrheinbahn heute Thema im Ausschuss

Kamp-Lintfort/Düsseldorf.   Die Reaktivierung der Niederrheinbahn spielt am heutigen Mittwoch im Verkehrsausschuss des Landtages eine Rolle. Unter den Mitgliedern soll Einvernehmen hergestellt werden, dass die Strecke in den ÖPNV-Bedarfsplan aufgenommen wird.

Die Reaktivierung der Niederrheinbahn spielt am heutigen Mittwoch im Verkehrsausschuss des Landtages eine Rolle. Unter den Mitgliedern soll Einvernehmen hergestellt werden, dass die Strecke in den ÖPNV-Bedarfsplan aufgenommen wird.

Der Kamp-Lintforter Bürgermeister Professor Christoph Landscheidt hatte schon im Herbst 2015 vor der Vergabe der Landesgartenschau darauf hingewiesen, dass Kamp-Lintfort einen Bahnanschluss brauche. Bereits 2011 hatte das Kamp-Lintforter Planungsbüro Rödel & Pachan festgestellt, dass Kamp-Lintfort die drittgrößte Stadt Deutschlands sei, die bisher vollständig ohne eine Anbindung an den Schienenpersonenverkehr auskommen müsse.

Fast 13 Millionen Euro Landesmittel

Nach der Vergabe der Landesgartenschau konkretisierte sich das Vorhaben, mittlerweile stehen fast 13 Millionen Euro zur Verfügung, um Kamp-Lintfort an die bestehende Verbindung zwischen Duisburg und Xanten anzuschließen.

Eine der Voraussetzungen für die weitere Planung ist aber die Aufnahme des Vorhabens in den Bedarfsplan für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), dessen Fortschreibung zurzeit ansteht.

In der Vorlage für den heute in Düsseldorf tagenden Verkehrsausschuss ist noch einmal ausführlich dargestellt, warum Kamp-Lintfort den Bahnanschluss benötigt. Besonders wird auf die Hochschule Rhein-Waal verwiesen.

Als mögliche Haltepunkte für die Niederrheinbahn werden in der Vorlage genannt: Kamp-Lintfort, Kamp-Lintfort-Süd/Kattenstraße, Moers-Repelen und Moers-Eick. Das Thema wird deshalb heute im Ausschuss besprochen, weil als erster Schritt bis zur Landesgartenschau 2020 das Teilstück bis zur Kattenstraße ansteht. Deshalb sei die Planung als dringlich einzustufen. Der Ausschuss muss zudem deshalb gehört werden, weil die Kosten über der hier relevanten Grenze von fünf Millionen Euro liegen.

Strecke gilt als wirtschaftlich

Als Gesamtkosten werden 15,48 Millionen Euro genannt, von denen das Land 12,96 Millionen Euro trage. Nach einer entsprechenden Untersuchung, so steht es in der Vorlage, gilt die Strecke als wirtschaftlich. Ihre Aufnahme in den ÖPNV-Bedarfsplan ermöglicht nach Informationen aus dem Ministerium, dass die Mittel fließen.

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