Schule

Neukirchen-Vluyn: Wie Schulsozialarbeit 2023 zu sichern ist

| Lesedauer: 2 Minuten
Sozialarbeit an Neukirchen-Vluyner Schulen scheint auch für das kommende Jahr gesichert.

Sozialarbeit an Neukirchen-Vluyner Schulen scheint auch für das kommende Jahr gesichert.

Foto: Hans Blossey / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  70.000 Euro will die Stadt Neukirchen-Vluyn in den Haushalt für Schulsozialarbeit stellen. Darüber hinaus braucht es „kreative Lösungen“.

Die Schulsozialarbeit soll auch für das kommende Jahr an allen Schulen gesichert werden. Dazu muss die Stadt allerdings 70.000 Euro im Haushalt 2023 bereitstellen. Das Gute daran: Eine Refinanzierung der benötigten Haushaltsmittel erfolgt über eine Ermächtigungsübertragung der Erträge aus der Ausschüttung der Sparkasse im Jahr 2022.

Über das Geld war zuletzt im Zusammenhang mit einem Sozialfonds diskutiert worden, mit dem die SPD-Fraktion verschiedene soziale Projekte unterstützen wollte. Nach intensiver Diskussion war das im September abgelehnt worden; nicht zuletzt, weil die Sparkassengelder zweckgebunden sind, wie es hieß. Seinerzeit war mit der Haushaltseinbringung auch ein düsteres Bild der prognostizierten städtischen Finanzen gezeichnet worden.

Der Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur und Sport hat jetzt in seiner jüngsten Sitzung den Weg für den Fortbestand bereitet. Im kommenden Jahr muss die Stadt umplanen, weil ein Teil der Finanzierung nicht mehr zur Verfügung steht. Das hängt unter anderem mit einer Änderung von Bundes- und Landesförderung zusammen.

53 Stunden Sozialarbeit an Schulen pro Woche

In Neukirchen-Vluyn hatte die Politik im März 2015 festgelegt, die Schulsozialarbeit mit 53 Stunden pro Woche aufrechtzuerhalten. Eine Richtlinie legt fest, dass eine Vollzeitkraft an maximal zwei Schulen eingesetzt werden soll.

Bereits im Herbst des vergangenen Jahres musste über mögliche Varianten für 2022 entschieden werden. Es wurden zwei 0,5-Stellen eingerichtet: Mithin waren damit die Einsätze in der Gesamtschule Niederberg und der Gerhard-Tersteegen-Grundschule auf Basis der neuen Landesförderung gesichert.

Um die bisherige Stundenzahl der Schulsozialarbeit auch am Gymnasium (acht Stunden) und den anderen drei Grundschulen (insgesamt 22 Stunden) gewährleisten zu können, gab es die Möglichkeit, die Mittel des Landschaftsverbands Rheinland und des Kreisjugendamtes einzusetzen. Schon seinerzeit war die Notwendigkeit „kreativer Lösungen“ angekündigt worden. Für das kommende Jahr ist also eine solche gefunden.

An der Gerhard-Tersteegen-Schule und der Gesamtschule wird die Schulsozialarbeit im Rahmen der Landesförderung ab dem 1. August 2023 weitergeführt. Die anderen Schulleitungen haben sich ausdrücklich dafür ausgesprochen, dass die Ressourcen der Schulsozialarbeit an ihren Schulen erhalten bleiben, heißt es seitens der Stadt.

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