Kulturförderung

Kino-Initiative für Flüchtlinge startet am Samstag in Moers

Vorfreude (v. l.): Michael Rüddel (Stadt Moers), Projektleiter Frederik Göke, Nidal Hussein, Anneke van der Veen (beide Diakonie) und MdL Ibrahim Yetim.

Vorfreude (v. l.): Michael Rüddel (Stadt Moers), Projektleiter Frederik Göke, Nidal Hussein, Anneke van der Veen (beide Diakonie) und MdL Ibrahim Yetim.

Foto: Ulla Michels

Moers.   Flüchtlingen und ärmeren Familien den Gang ins Kino ermöglichen möchte ein neues Projekt. Der erste Film im Kinocenter Atlantic steht fest.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die lustig personifizierten Emotionen im Kopf von Riley leisten Schwerstarbeit. Dabei ist die Elfjährige mit ihren Eltern „nur“ vom Land in eine große Stadt gezogen. Doch vielleicht kann sich auch der ein oder andere Flüchtling mit der Hauptdarstellerin des Pixar-Films „Alles steht Kopf“ identifizieren. Der Streifen bildet am Samstag, 28. Januar (12 Uhr), den Auftakt der Initiative „Kino Verbindet“ im Atlantic Kinocenter Moers.

Das ein Jahr währende Projekt der Arbeitsgemeinschaft der Kinobetreiber wird hier mit Fördermitteln aus dem Programm „Kultur macht stark Plus“ des Bundesbildungsministeriums finanziert. Die Grafschafter Diakonie hatte sich dafür eingesetzt.

Ohne Untertitel, aber einfach zu verstehen

Einmal pro Monat werden im Atlantic Werke gezeigt, die auch ohne perfekte Deutschkenntnisse gut verständlich sind. „Wir setzen auf Filme, die über einfache Handlungen, aber starke Bilder westliche Kulturwerte vermitteln können“, sagt Projektleiter Frederik Göke. „Und darauf, mehr Menschen zu ermöglichen, durch ein schönes Kinoerlebnis auch mal dem Alltag zu entfliehen.“

Die Filme haben keine Untertitel. Die Zuschauer bekommen vor der Vorstellung jeweils eine Einführung auf deutsch und arabisch. „Ich finde die Aktion richtig gut“, sagt der Moerser SPD-Landtagsabgeordnete Ibrahim Yetim. „Gemeinsame Erlebnisse sind für Akzeptanz und Verständnis sehr wichtig.“

80 Karten pro Vorstellung finanziert

Für die fünf Flüchtlingsunterkünfte in Moers und Neukirchen-Vluyn wird ein kostenloser Bustransfer eingerichtet sowie pro Vorstellung 80 von 150 Karten gekauft. Auch ärmere Familien können von der Aktion über den Verein Klartext für Kinder profitieren. Ansonsten kostet der Eintritt vier Euro.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben