Digitalisierung

Moerser Medien Tag gibt neue Einblicke in die digitale Welt

Gregor Prumbs (vorne links) programmiert in dem von Malou Weiße (hinten links) geleiteten Workshop am Moerser Medientag einen Roboter.

Gregor Prumbs (vorne links) programmiert in dem von Malou Weiße (hinten links) geleiteten Workshop am Moerser Medientag einen Roboter.

Foto: Erwin Pottgiesser

Moers.   Am Moerser Medien Tag erfahren Pädagogen alles über aktuelle Trends der digitalen Welt. Wie kreativ die sein können, zeigt sich an einem Roboter.

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Die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen findet vermehrt in der virtuellen Realität statt. „Und es ist wichtig, diese Lebenswelt als Erwachsener zu kennen“, betont Mark Bochnig-Mathieu vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Moers. Um Pädagogen wie Lehrer oder Schulsozialarbeiter für das Thema zu sensibilisieren, hat das Kinder- und Jugendbüro gemeinsam mit der Drogenhilfe der Grafschafter Diakonie gestern zum dritten Moerser Medien Tag eingeladen.

„Wir haben recherchiert und mit Jugendeinrichtungen gesprochen, um nicht die Aktualität zu verfehlen“, erklärt Bochnig-Mathieu. So habe sich beispielsweise schnell heraus gestellt, dass mit Facebook-Schulungen kaum jemandem geholfen sei. „Facebook nutzt niemand mehr“, so Bochnig-Mathieu. Dagegen seien Instagram oder Snapchat gefragt. Im Moment noch. „In zwei Wochen können es schon wieder ganz andere Apps sein.“

Wenn Roboter plötzlich mit Bällen werfen

Ein Trend seien auch „vermeintlich freundliche Ego-Shooter-Spiele“ wie Fortnite, weiß Bochnig-Mathieu. Dass ein solches Spiel bereits für Zwölfjährige freigegeben ist, sollte jedoch hinterfragt werden. Doch neben dem Kennenlernen von Apps und Spielen gehe es ihm vor allem um den „kreativen Umgang“ mit Medien. Ein Beispiel sei das beliebte Spiel Minecraft, bei dem Gebäude gebaut werden. Das Konzept könne mit einem 3D-Drucker jedoch leicht auf die Realität übertragen werden.

Auch der Einstiegsworkshop „Jugend hackt Hello Word“ von Malou Weiße möchte sich kreativ den Medien nähern. Mit einem Tablet sollen die Teilnehmer kleine Roboter programmieren. Als die kleinen Computer plötzlich Bälle werfen, ist die Freude groß. Erwachsene werden wieder zu Kindern. Und vielleicht ist es das, was von diesem Tag hängen bleibt: Sich einfach mal in die Welt der Kinder und Jugendlichen hinein zu versetzen. So gibt Bochnig-Mathieu noch einen kleinen Tipp für Eltern: „Lasst euch das erklären, was eure Kinder machen.“ Denn: „Sie sind die Experten.“

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