Sporttalk

Moerser Eishockeystar Ehrhoff plaudert mit Friedhelm Funkel

Christian Ehrhoff, links, und der Cheftrainer von Fortuna Düsseldorf Friedhelm Funkel bei der Premiere von CE10.Talk in Moers.

Christian Ehrhoff, links, und der Cheftrainer von Fortuna Düsseldorf Friedhelm Funkel bei der Premiere von CE10.Talk in Moers.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Moers.  „Fußball trifft Eishockey“ war Thema beim neuen CE10.Talk. Christian Ehrhoff und Friedhelm Funkel verrieten ihre ganz persönlichen Duftnoten.

Hat ein Profisportler Lampenfieber, wenn er das Stadion betritt? Wie bleiben sie so fit? Und was hat es mit dem Mythos der hitzigen Kabinengespräche auf sich? All das sind Fragen, die Sportprofis und Publikum am Mittwoch in Meerbeck diskutierten. CE10.Talk heißt die neue Veranstaltungsreihe, die Eishockeystar Christian Ehrhoff ins Leben gerufen hat.

In seinem Gesundheits- und Athletikzentrum CE10.Fit an der Bismarckstraße 110 lädt Ehrhoff fortan Persönlichkeiten aus Sport, Prominenz und Wirtschaft ein. Zum Auftakt hieß es „Fußball trifft Eishockey“. Friedhelm Funkel, Cheftrainer des Bundesligisten Fortuna Düsseldorf, war zu Gast. Seit 1991 ist Funkel Fortuna-Trainer, hat in seiner gesamten Trainerzeit 871 Spiele begleitet. 17 Jahre lang war er Profispieler. 2018 gab es eine Rücktrittsposse als Fortuna-Trainer. Klar, dass Moderator Vassili Golod viele Fragen hatte.

Auch Fußballtrainer haben Büros

Zum Beispiel, wie denn so ein Fußballeralltag aussieht. „Samstags ist der Bundesligatag. In der Woche beginnt das Training um 10 Uhr“, erzählte Funkel. Videoanalysen stehen an, Strategien werden besprochen. Und ja, auch Fußballtrainer haben Büros. „Aber der Duft des frisch gemähten Rasens bleibt das Größte“, sagte Funkel lachend. Auf die Frage, ob Hockeyeis eine Duftnote hätte, schmunzelte Ehrhoff. „Bei uns gibt’s Kabinenduft.“

Just erzählte er aus seiner nun beendeten Zeit als Eishockeyprofi, vom Olympia-Silbersieg im letzten Jahr und seiner vegetarischen Ernährung. Bewusste Ernährung sei im Sport wichtig. „Ich habe früher Kotelett und Sauerkraut vorm Spiel gegessen. Das wäre heute undenkbar“, sagte Funkel. Disziplin sei wichtig. Das weiß auch Ehrhoff, der 862 Eishockeyspiele in der amerikanischen Profiliga NHL meisterte. In Amerika gestalte sich vieles im Vergleich zur Deutschen Eishockeyliga anders: „Es gibt Eishockeystadien für 22.000 Zuschauer. Eishockey ist präsenter.“


Was Fußballer von Eishockeyspielern lernen können

Apropos Präsenz: Moderator Golod fragte, was Fußballer von Eishockeyspielern lernen können. „Fußballer könnten mehr Krafttraining machen“, so Ehrhoff. Funkel fügte augenzwinkernd an: „Fußballer sind oft wehleidig und eitel.“ Sein Rezept für Spielermotivation? „Oft helfen ein Schulterklopfen und Gespräche. Es ist wichtig, den Spieler als Menschen zu sehen.“ Dem schloss sich Ehrhoff an: „Unterstützung vom Trainer und von der Familie ist alles.“

Ehrhoffs Eltern hätten ihn von Moers nach Krefeld zum Training gebracht, heute stehe ihm seine Frau zur Seite. Funkel: „Mit der Zeit ist meine Frau richtiger Fortuna-Fan geworden.“ Als Sportjournalisten übten sich die Zuschauer am Ende der Gesprächsrunde und stellten eigene Fragen zur Spielerbelastbarkeit und Rolle der Fifa.

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