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Moerser Blechbläser feiern ihr Jubiläum mit einer Operngala

Dirk Wittfeld (Trompete) wusste die Besucher des Jubiläums-Konzertes zu begeistern.

Dirk Wittfeld (Trompete) wusste die Besucher des Jubiläums-Konzertes zu begeistern.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Moers.  In der evangelischen Dorfkirche Repelen begeisterte das Ensemble um Dirk Wittfeld das Publikum. Jüngere Besucher lockte das Konzert aber kaum an.

Die Internationalen Blechbläsertage Moers (IBBTM) werden in diesem Sommer 25 Jahre alt. Dies feierten sie am Samstag in der evangelischen Dorfkirche Repelen mit einer festlichen Operngala. Es spielte das Sinfonieorchester Ruhr unter der Leitung von Volker Buchloh, der auch durch das Programm führte. Als Solisten wirkten Elisabeth Otzisk (Sopran) und Dirk Wittfeld (Trompete) mit. Wittfeld zählt zu den Gründern der Bläsertage, die er seit 25 Jahren „geprägt, gestaltet und geführt hat“, betonte Michael Naatz, Vorsitzender des IBBTM-Fördervereins.

„Wir wollten zu dem besonderen Anlass mal was Besonderes machen“, erklärte Wittfeld die für ein Bläserensemble ungewöhnliche Musikwahl. Das Programm reichte vom Barock über Klassik bis zur Romantik, von Oper, Oratorium, Sinfonie bis zur Operette, von Dvorák, über Lehár und Mozart bis zu Puccini und Strauss. Dabei kamen auch die Bläser nicht zu kurz, sowohl im Orchester als auch beim Trompetenkonzert von J.N. Hummel, bei dem Wittfeld als Solotrompeter überzeugte. Ebenso brillant sein Duett mit Sopranistin Elisabeth Otzisk aus G.F. Händels 1741 entstandenem Oratorium „Samson“.

90 Minuten im Dreiviertel-Takt

Mit einem Potpourri der „allerschönsten Melodien“ aus Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ konnte das gut aufgelegte Orchester einmal mehr Können und Spielfreude präsentieren. Gänsehaut bescherte besonders das von Otzisk beeindruckend intonierte „Vilja-Lied“. Mit Walzern von Johann Strauss ging die Gala nach 90 Minuten im Dreiviertel-Takt beschwingt zu Ende.

Den „Florentiner-Marsch“ von Julius Fučík gab’s als schmissige Zugabe. Kurz: Ein Konzertabend mit nicht mehr ganz taufrischen, aber immer wieder gern gehörten Melodien, der leider nur knapp 60, meist ältere Besucher in die Kirche lockte: „Die anderen wissen gar nicht, was sie verpasst haben“, meinten zwei begeisterte Zuhörerinnen. Allerdings bot das Konzept für ein jüngeres Publikum nur wenige Anreize.

Das nächste Mal laden die Internationalen Blechbläsertage Moers am Sonntag, 3. Dezember, zu ihrem traditionellen Adventskonzert in die Dorfkirche Repelen ein.

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