Festivaleröffnung

Moers richtet erstmals das Theaterfestival Westwind aus

Die Jury um Schlosstheatermitglied Holger Runge hat vorab die Teilnehmer ausgewählt.

Foto: Arnulf Stoffel

Die Jury um Schlosstheatermitglied Holger Runge hat vorab die Teilnehmer ausgewählt. Foto: Arnulf Stoffel

Moers.  Zur Festivaleröffnung in der Enni Eventhalle kamen Theater-, Kultur- und Politikvertreter. Zum Programm gehören aber nicht nur Gruppen aus NRW.

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Wer hätte das einmal gedacht: Das kleinste Stadttheater Nordrhein-Westfalens richtet diese Woche das landesweit größte Theatertreffen für Kinder und Jugendliche aus. Das 33. Westwind-Festival wird nun zum ersten Mal in Moers ausgetragen.

Dieses Ereignis sollte mit einer großen Eröffnungsgala am Samstagabend in der Enni Eventhalle an der Filder Straße gefeiert werden. Neben den nominierten Theatermitgliedern kamen Vertreter aus Kultur und Politik.

„Als wir uns vor zwei Jahren als Austragungsort beworben haben, war es purer Größenwahn. Umso schöner, dass es jetzt wirklich geklappt hat“, sagte die Mitorganisatorin des Festivals, Annika Stadtler. Westwind hat auch in diesem Jahr viel zu bieten: Rund 70 Veranstaltungen in sieben Tagen stehen auf dem Programm. Diese reichen von Fachgesprächen und Lesungen, über Workshops bis hin zu den großen Theaterinszenierungen.

Greb: Kultur in Moers funktioniert wie Chemie

Matthias Heße und Frank Wickermann führten komödiantisch durch das abendliche Eröffnungsprogramm. Ulrich Greb, Intendant des Schlosstheaters, sprach die ersten Grußworte: „Kultur in Moers funktioniert wie Chemie. Zwei oder drei Elemente, in dem Sinne Personen, treffen aufeinander und es entsteht eine ganz neue Verbindung. Diese Energie kommt oft von jungen Menschen aus.“

Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien, Siegmund Ehrmann, betonte die Vielfältigkeit der hiesigen Aktivitäten: „Mit der Anzahl an solchen kulturellen Jugendprojekten liegt NRW an der bundesweiten Spitze.“

Aufgelockert wurde die Eröffnung mit Darbietungen der Sängerin Marissa Möller und Patricia Martin am Klavier. Weitere Grußworte sprachen unter anderem Angela Merl, Sprecherin des Arbeitskreises der Kinder- und Jugendtheater NRW, und Stefan Fischer-Fels als Vertreter des Assitej Deutschland, der internationalen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche.

Wer das Preisgeld bekommt, zeigt sich am Freitag

Bürgermeister Christoph Fleischhauer lobte in seiner Rede nicht nur das Aufeinandertreffen der Theatergruppen NRWs: „Es ist wichtig und schön, dass Europa in den Fokus genommen wird“, erklärte Fleischhauer. Neben den zehn Inszenierungen aus Nordrhein-Westfalen treten ebenfalls Gruppen aus Belgien und den Niederlanden auf.

Teilnehmer sind unter anderem das Helios Theater aus Hamm oder die Schauspielgruppe des Theaters an der Ruhr. Am Ende der Gala erhielten alle Nominierten bereits eine Teilnehmerurkunde.

Wer von der Preis- und Publikumsjury dann mit dem Preisgeld für die beste Inszenierung gekürt wird, zeigt sich am Freitag.

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