Europawahl in Moers

Moers: Eine Entscheidung für die Demokratie in Europa

Gemeinsam mit der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern im Kreis ruft Landrat Dr. Ansgar Müller zur Teilnahme an der Europawahl auf.

Gemeinsam mit der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern im Kreis ruft Landrat Dr. Ansgar Müller zur Teilnahme an der Europawahl auf.

Foto: Kreis Wesel

Moers.   Die Europawahl rückt näher. In Moers gibt es Initiativen und Aktionen. Im Wahlbüro des SCI:Moers haben Kinder und Jugendliche eine klare Meinung.

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„Europa gehört uns allen, und die Stimmabgabe bei der Europawahl ist der erste Schritt, zur europäischen Demokratie beizutragen.“ Diesen Aufruf, am kommenden Sonntag, 26. Mai, an der Europawahl teilzunehmen, haben alle Bürgermeister und die einzige Bürgermeisterin im Kreis Wesel unterschrieben. Auch in Moers läuft der Countdown für die Wahl.

Sich mit Ideen einbringen

Zum Beispiel war der SPD-Europaabgeordnete Jens Geier am Dienstag am Grafschafter Gymnasium zu Gast. Schülerinnen und Schüler des Sozialwissenschaften-Grundkurses der Q1 sprachen mit ihm. Eine Thema war die aktuelle Regierungskrise in Österreich. „Da sitzt jemand, der sein Heimatland verhökert. Natürlich hoffe ich, dass das Konsequenzen für die Europawahl hat. Viele haben jetzt gesehen, was passieren kann, wenn man sich mit solchen Leuten einlässt.“

Ein Schüler wollte wissen, welches Thema die Politiker in Europa unterschätzen. Jens Geier: „Wir haben die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft noch nicht im Kern verstanden und in politische Ziele umgesetzt.“ In Zeiten von so genannten sozialen Medien vermisst Geier auch eine gemeinsame Informationsgrundlage.

Eine Schülerin sagte, nach ihrer Auffassung würden Politiker und Schüler zu wenig miteinander kommunizieren. Geier: „Aber das machen wir doch gerade. Sie werden nur nicht erleben, dass ich Ihnen Themen vorsetze. Sagen Sie mir einfach, was Sie interessiert, und wir reden darüber.“ Geier formulierte auch einen Wunsch an die Schülerinnen und Schüler: „Sich mit Ideen einzubringen, ist auch eine Arbeit für die Demokratie.“

Kinder haben einen eigenen Blick

Diese Arbeit an der Demokratie hat vergangene Woche auch beim SCI:Moers an der Barbaraschule und in der OGS Regenbogenschule stattgefunden. Dort gab es das erste Wahlbüro in Moers für Kinder und Jugendliche (NRZ berichtete). „99 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die an der Europawahl in den beiden Wahllokalen teilgenommen haben, haben mit ihrem Votum Europa ihre Stimme gegeben. Ganz vorn dabei die im Rat der Stadt Moers vertretenen Parteien, die in der Summe auf 36,21 Prozent kommen“, berichtet Stefanie Cossmann, beim SCI zuständig für die Koordination Offene Ganztagsgrundschulen.

Die Initiative soll in Moers bei künftigen Wahlen wiederholt werden, wie Cossmann sagt: „Kinder und Jugendliche haben einen eigenen Blick auf die Welt und werden hierüber vielleicht auch mit ihren Zukunftssorgen ernst genommen!“

Botschafter-AG am Grafschafter Gymnasium

Noch einmal zurück zum Grafschafter Gymnasium, das auch Botschafter-Schule des Europäischen Parlaments ist. Die deshalb gebildete Botschafter-AG hat am vergangenen Freitag die Europawahlen simuliert. Alle Klassen wurden auf die Wahl vorbereitet und über das Europäische Parlament und die zur Wahl stehenden Parteien aufgeklärt. Parteiprogramme wurden ausgehängt, die Wahlbenachrichtigungen verteilt und der Wahlraum wurde vorbereitet, wie es in einer Mitteilung der Schule heißt.

Einer, der das Europäische Parlament gut kennt, ist Karl-Heinz Florenz. Der Neukirchen-Vluyner hat sich nicht erneut zur Wahl gestellt. und war am Dienstagabend bei der CDU Moers zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Einziger Kandidat aus der näheren Umgebung ist Michael Terwiesche (FDP) aus Moers. Parteien, die an der Europawahl teilnehmen, haben im Vorfeld Listen festgelegt. Es hängt also von der Anzahl der Stimmen ab, bis zu welchem Platz eine Liste greift.

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