Mieterführerschein für Flüchtlinge

Neukirchen-Vluyn.   Wie kann ich meinen Umzug organisieren? Worauf muss ich achten, bevor ich einen Mietvertrag unterschreibe? Wie erhalte ich eine Schufa-Auskunft für den Vermieter? Wie sieht es mit dem Brandschutz aus? Oder auch: Was muss ich beim Entsorgen und Trennen meines Hausmülls beachten? Um Antwort auf Fragen wie diese zu erhalten, trafen sich rund 15 Männer und Frauen, die alleine oder mit ihren Familien in der Flüchtlingsunterkunft an der Neukirchen-Vluyner Wiesfurthstraße leben, drei Wochen lang jeden Dienstagabend im großen Saal des früheren CJD-Heims auf dem Unterkunftsgelände.

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Wie kann ich meinen Umzug organisieren? Worauf muss ich achten, bevor ich einen Mietvertrag unterschreibe? Wie erhalte ich eine Schufa-Auskunft für den Vermieter? Wie sieht es mit dem Brandschutz aus? Oder auch: Was muss ich beim Entsorgen und Trennen meines Hausmülls beachten? Um Antwort auf Fragen wie diese zu erhalten, trafen sich rund 15 Männer und Frauen, die alleine oder mit ihren Familien in der Flüchtlingsunterkunft an der Neukirchen-Vluyner Wiesfurthstraße leben, drei Wochen lang jeden Dienstagabend im großen Saal des früheren CJD-Heims auf dem Unterkunftsgelände.

Flüchtlingshelferin Flora Lisa vom Hofe und ihr Kollege Nidal Hussein sowie zwei Fachreferenten klärten die Geflüchteten, die zurzeit auf Wohnungssuche sind, über alles Wissenswerte zum Thema Mieten und Wohnen auf. „Es ist wichtig, dass sie sich damit auskennen. Sonst kann es zum Beispiel leicht geschehen, dass sie unwissentlich gegen soziale Konventionen verstoßen, beispielsweise beim Thema Mülltrennung oder wenn es etwa um TV-Satelliten auf dem Balkon geht“, sagt Flora Lisa zum Hofe, die das Konzept zum „Mieterführerschein“ entwickelt hat.

Positive Resonanz

Diesen erhielten die Geflüchteten, die die drei Abendschulungen besucht haben, als offizielles Zertifikat. Das soll ihnen das Finden einer Mietwohnung erleichtern. „Die Idee ist, dass sie etwas schwarz auf weiß vorweisen können, das potentielle Vermieter, die vielleicht Vorbehalte haben, überzeugen kann“, erklärt die Flüchtlingshelferin. Anneke van der Veen.

Die Leiterin des Treff 55, hat bereits eine erste positive Resonanz von Vermietern bekommen: „Bei Gesprächen mit Vermietern zeigten diese großes Interesse und sie haben signalisiert, dass sie den Mietführerschein sinnvoll finden. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn es Vermieter gibt, die es den Geflüchteten trotz des angespannten Wohnungsmarkts in Neukirchen-Vluyn ermöglichen, eine feste Bleibe für ihr neues Leben zu finden.“

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