Prozess in Moers

Messerstecherei in Moers: Gericht stellt Verfahren ein

Der Ort des Geschehens in Moers am Tag nach der Tat.

Der Ort des Geschehens in Moers am Tag nach der Tat.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Moers.  Bei der tödlichen Messerstecherei in Moers ist der Haupttäter bereits verurteilt. Ein Folgeprozess wurde am Donnerstag überraschend eingestellt.

Das Landgericht Kleve hat den Folgeprozess zur tödlichen Messerstecherei auf der Homberger Straße im November 2019 am Donnerstag überraschend eingestellt.

Vor der großen Jugendkammer des Landgerichts mussten sich vier Männer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren aus Moers und Duisburg verantworten, denen gefährliche Körperverletzung in Tateinheit mit Beteiligung an einer Schlägerei zur Last gelegt wurde.

Geldauflagen in drei Fällen

Das Verfahren sei nun aufgrund der „vorläufigen Bewertung der bisherigen Beweiserbringung und auf Antrag der Staatsanwaltschaft“ eingestellt worden, wie es ein Gerichtssprecher formulierte. In drei Fällen sei dies gegen Geldauflagen zwischen 1500 und 2000 Euro geschehen, im Falle des vierten Angeklagten wurde unter Hinweis auf weitere Verurteilungen auf derartige Auflagen verzichtet. Die Jugendkammer tagte aus Gründen des Coronaschutzes im Enni-Sportpark Rheinkamp.

Der Haupttäter war im vergangenen Jahr bereits wegen Totschlags zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Bei der Messerstecherei vor einem Kiosk an der Homberger Straße war ein 23-jähriger Mann zu Tode gekommen.

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