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Luxus im Krankenzimmer: Neue Station im St.-Bernhard

Katharina Hagemann (Pflegekraft), Willi van Stiphoudt (Pflegedirektor), Josef Lübbers (Kaufmännischer Direktor) und Oksana Krupic (Pflegekraft), v.l., freuen sich auf die Eröffnung der neuen Station.

Foto: Markus Joosten

Katharina Hagemann (Pflegekraft), Willi van Stiphoudt (Pflegedirektor), Josef Lübbers (Kaufmännischer Direktor) und Oksana Krupic (Pflegekraft), v.l., freuen sich auf die Eröffnung der neuen Station. Foto: Markus Joosten

Kamp-Lintfort.   Das Kamp-Lintforter St. Bernhard-Krankenhaus eröffnet eine Wahlleistungsstation. Die Patienten erwartet so manche Überraschung im Krankenzimmer.

Im Flur auf der sechsten Etage des St. Bernhard-Hospitals erledigen die Handwerker noch die letzten Arbeiten, bis Freitag muss alles fertig sein. Dann werden die ersten Patienten ihre Zimmer auf der umgebauten Etage beziehen. Knapp ein Jahr haben die Umbauarbeiten für die neue Wahlleistungs-Station gedauert, 2,5 Millionen Euro hat das Krankenhaus in diesen Bauabschnitt der Bettenhaussanierung investiert.

Eine Wahlleistungsstation ist heute der Fachbegriff für das, was im Volksmund früher schlicht Privatstation genannt wurde. 24 Krankenzimmer mit einem oder zwei Betten für bis zu 38 Patienten aller operativen Bereiche verteilen sich über die Etage. Größer als die anderen Krankenzimmer im Hause sind die neuen Räume nicht – dafür aber entsprechend komfortabler ausgestattet: Für die Patienten gibt es eigene Schränke mit Tresor und Kühlschrank und zusätzlich zum großen Flachbildschirm kleine TV-Cockpits direkt am Krankenbett.

Im Badezimmer gibt es zusätzlichen Luxus

Zur Ausstattung gehört außerdem ein klappbarer Schreibtisch mit EDV-Anschluss und WLAN. Auch im Badezimmer gibt es zusätzlichen Luxus – etwa eine größere Dusche, einen Fön oder einen beleuchteten Kosmetikspiegel. Dazu liegen alle Krankenzimmer auf der Südseite mit Blick auf den großen Park. Hingucker sind Drucktapeten mit Motiven des Kloster Kamps.

„Unser Wahlleistungsangebot wird von etwa 20 Prozent der Patienten genutzt“, sagt der Kaufmännische Direktor des St. Bernhard-Krankenhauses, Josef Lübbers. Und das übrigens nicht allein von Privat- oder Zusatzversicherten: „Der Anteil der Zuzahler wird immer größer“, sagt Pflegedirektor Willi van Stiphoudt.

Zwei von vier Etagen sind komplett fertig

Seit dem Start der Bettenhaussanierung vor zwei Jahren ist damit nun die zweite von vier Etagen komplett fertig gestellt. Als nächstes steht nun der Umbau der zweiten Etage an. „Unser Jubiläum im September werden wir wohl nicht ganz fernab vom Baulärm feiern können“, so Lübbers. Er wisse darum, dass man den 720 Mitarbeitern im St. Bernhard mit den Umbauarbeiten mitunter einiges zumute, aber: „Sie tragen das gut mit.“ 2019 wolle man mit dem Umbau allen vier Etagen fertig sein. Insgesamt zehn Millionen Euro investiert das Krankenhaus in den Bettenhausumbau und die Sanierung der Südfassade. Und blickt mit großem Optimismus in die Zukunft.

Denn während viele Krankenhäuser an Rhein und Ruhr nach dem Krankenhausplan 2015 NRW Betten reduzieren müssen, rechnet Lübbers für das St. Bernhard mit dem Gegenteil: „Unser Antrag auf zusätzliche Betten läuft. Bislang stehen wir im Krankenhausplan NRW mit 310 Betten, sind aber zuversichtlich, dass wir am Ende mindestens 10 Prozent Zuwachs haben werden.“

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Auch wenn die Zimmer der neuen Station luxuriöser ausgestattet sind: „Bei der Pflege werden im Haus definitiv keine Unterschiede gemacht“, so Pflegedirektor Willi van Stiphoudt.

Frühstück und Abendbrot werden über einen mobilen Büffetwagen angeboten. Beim Mittagessen können Patienten aus einem Angebot von bis zu sieben Spezialmenüs auswählen.

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