Vluyner Nordring

Langsame Sanierungen der „Nau-Häuser“ in Neukirchen-Vluyn

Von den Sanierungen hatte man sich seinerzeit mehr versprochen. Es dauert lange. Aber an den Gebäuden am Kiefernweg ist gearbeitet worden.

Von den Sanierungen hatte man sich seinerzeit mehr versprochen. Es dauert lange. Aber an den Gebäuden am Kiefernweg ist gearbeitet worden.

Foto: Ulla Michels / FFS

Neukirchen-Vluyn.  Stadt, Politik und Nachbarn ärgern sich über den Vluyner Nordring 59. In der Nachbarschaft wird saniert. Aber: An manchen Stellen geht’s langsam.

Es geht langsam voran. Sehr langsam. Dieses Gefühl beschleicht nicht nur die Nachbarn der Hochhäuser an der Leibniz- und Humboldtstraße. Aber: Die Peach Property Group, der diese Immobilien gehören, tut – im Gegensatz zur Eigentümerin des Hochhauses am Vluyner Nordring 59 – etwas für die Sanierung der Gebäude.

Kürzlich erst habe er sich vom Projektleiter Marc Sesterhenn ein Update über den Sanierungsstand geben lassen, sagt Bürgermeister Harald Lenßen auf NRZ-Nachfrage. Neben dem Nordportfolio gehören Gesellschaften der Gruppe auch die Wohnungen im Südportfolio rund um den Kiefernweg und Ulmenweg.

Wie es heißt, sind am Kiefernweg und am Vluyner Nordring 51 im ersten Halbjahr etwa 40 Wohnungen saniert und vermietet worden. Weitere 25 Wohnungen werden demnach voraussichtlich bis Ende September fertiggestellt. Bis zum Jahresende sollen zusätzlich 15 Wohnungen fertig saniert sein.

Auch die Technik wird erneuert

Im Januar 2018 hatte Sesterhenn im Gespräch mit der NRZ bereits angekündigt, dass die Hausnummern Nordring 51 bis 57 nach Fertigstellung der Arbeiten in den Gebäuden der Leibnizstraße an der Reihe sein werden.

Bei den Häusersanierungen werde auch die technische Gebäudeausrüstung erneuert, berichtet der Bürgermeister aus dem Austausch mit dem Projektleiter. Ferner würden Dächer erneuert, wo es erforderlich sei. Es ist darüber hinaus von Anstrichen für Fensterleibungen, Sockel und Balkone an verschiedenen Gebäuden im Gebiet die Rede.

Günstiger Wohnraum wird benötigt

Günstiger Wohnraum wird dringend in der Stadt benötigt. Zuletzt hatte diesbezüglich die beim Treff 55 für die Wohnungshilfe zuständige Expertin auf die unbefriedigende Situation auf dem Wohnungsmarkt hingewiesen.

Das ausparzellierte Hochhaus am Vluyner Nordring 59 wird nach derzeitigem Stand Ende September zwangsversteigert.

Im Fazit des Gutachtens für den Termin wird unter anderem festgestellt, dass eine Sanierung „aufgrund der hohen geschätzten Investitionen nicht wirtschaftlich zu sein“ scheint. Und weiter heißt es in dem Gutachten: „Aus städtebaulicher Sicht wäre ein Abriss zumindest für das Gebäude Vluyner Nordring 59 sinnvoll.“

Diese Einschätzung dürfte Stadt und Politik gelegen kommen. Es wurde immer wieder betont, dass der Turm, wie das Gebäude auch genannt wird, abgerissen werden soll.

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