Landesgartenschau

Landfrauen auf der Laga Kamp-Lintfort schwärmen für Bienen

Brigitte Krebber van Betteray warb mit ihren Landfrauen auf der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort für einen besseren Umgang mit Bienen.

Brigitte Krebber van Betteray warb mit ihren Landfrauen auf der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort für einen besseren Umgang mit Bienen.

Foto: Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Die Landfrauen aus Sonsbeck werben auf der Laga in Kamp-Lintfort für einen besseren Umgang mit Bienen und kritisieren exotische Gärten.

Wie weit fliegen Bienen eigentlich für ein Kilogramm Honig? 20.000, 50.000 oder doch sogar 250.000 Kilometer? Diese Quizfrage brachte die Besucher des Forums Landwirtschaft auf der Landesgartenschau am Wochenende ganz schön ins Grübeln.

„Das sind sehr weite Distanzen“, stellte eine Besucherin überrascht fest und setzte – wie viele andere auch – auf die goldene Mitte. Da musste Christine Pollmann schmunzeln. „Viele unterschätzen die Biene. Richtig ist nämlich, dass sie 250.000 Kilometer dafür fliegt“, so die Sonsbecker Landfrau. Am Wochenende drehte sich am Stand des Ortsverbands der Landfrauen alles um die Biene. Die Mitglieder informierten über die schwarz-gelben Insekten, gaben Tipps, welche Pflanzen besonders bienenfreundlich sind und ließen die Besucher durch Becherlupen die kleinen Tiere betrachten. „Mit unserem Quiz möchten wir zeigen, wie wichtig Bienen sind und dafür sensibilisieren, etwas für die Tiere zu tun“, erklärte Uschi Baumann, ebenfalls Mitglied der Landfrauen.

Die Sonsbecker Ortsgruppe der Landfrauen mit seinen 222 aktiven Mitgliedern gehört dem Rheinischen Landfrauenverband an. Die Mitglieder setzen sich in den einzelnen Ortsverbänden für die Verbesserung der sozialen, wirtschaftlichen und rechtlichen Situation von Frauen ein, wollen berufliche Weiterbildungen ermöglichen und die Kontakte zwischen Stadt und Land ausbauen. Ziel ist es außerdem, dem Verbraucher das Leben auf dem Lande, die Leistungen der Landwirtschaft und das Profil einer modernen Bäuerin realistisch nahe zu bringen.

Steingärten und insektenunfreundliche Bepflanzungen machen Bienen zu schaffen

Die Sonsbecker Frauen schwärmen schon lange für die Biene, die auch das Logo der Ortsgruppe ziert. „Wir müssen uns die Abhängigkeit von der Biene bewusster machen. Rund 30 Prozent unserer Nahrung stammen von bienenbestäubten Pflanzen“, betonte Christine Pollmann. Immer mehr Steingärten und insektenunfreundliche Bepflanzungen machten den Bienen zu schaffen, weiß sie. „Viele legen ihren Garten mit exotischen Pflanzen wie Palmen an. Diese bringen der heimischen Biene aber nichts. Die Pflanzenvielfalt nimmt ab“, sagte Pollmann.

Deshalb konnte man Stand der Landfrauen auch nur gewinnen. Egal, wie viele Fragen man richtig beantwortet hat, jeder Besucher erhielt ein Tütchen mit einer Bienennährpflanzmischung für den heimischen Garten oder Balkon. Während die Quizfrage, welche Form eine Bienenwabe hat, noch recht einfach war, kamen die Teilnehmer bei der Menge, die ein Bienenvolk pro Ernte produziert, schon eher ins Stocken. Zur Wahl standen 20, 80 oder 120 Kilogramm. Richtig sind 20 Kilogramm.

Es ist spannend zu beobachten, wie sich ein Bienenvolk verhält

Besucherin Katrin Wegmann schlug sich bei ihrem Durchgang ganz gut. Sie hatte aber auch einen kleinen Vorteil: Sie ist vor wenigen Monaten unter die Hobbyimkerinnen gegangen. „Ich wollte mir schon immer Bienen anschaffen. Mich reizt nicht nur der eigene Honig, ich finde es auch einfach spannend zu beobachten, wie sich so ein Volk verhält“, erzählte Karin Wegmann.

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