Kunst

Kunstschule Neukirchen-Vluyn zeigt Arbeiten ihrer Schüler

„Flaschengeister“ ist das Gemeinschaftsprojekt der Kunstschule.

„Flaschengeister“ ist das Gemeinschaftsprojekt der Kunstschule.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Neukirchen-Vluyn.   Die Kunstschule Neukirchen-Vluyn zeigt auf ihrem Frühjahrsrundgang die Arbeiten ihrer Schülerinnen und Schüler - und mehr.

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Ein gläsernes Rondell aus drei Etagen, darauf stehen kleine grüne Glasflaschen. Jede ist mit rotem, silbernem oder orangefarbenem Draht verziert – lauter Flaschengeister. Es ist Teil des Gemeinschaftsprojektes aller Schüler der Kunstschule Neukirchen-Vluyn. Am Ausstellungstag können die Besucher aber nicht nur die Exponate dieses Projektes betrachten, sondern alle Projektarbeiten, die im letzten Schuljahr entstanden sind.

Die Arbeiten sind unterteilt in unterschiedliche Altersklassen. Bei dem Projekt „Arbeits-T-Shirts“ haben Kinder von sechs bis sieben Jahren ihre Lieblingstiere auf weiße Shirts gemalt und mit Blumen und Mustern verziert. Die bunten Unikate hängen auf Kleiderbügeln an der Wand.

„Es ist wie bei einem Musiker. Die Schüler üben lange und arbeiten an ihren Werken und die Ausstellung ist dann das Konzert. Nur für die Kunst applaudiert keiner“, so Gabriele Berndt-Bathen. 1998 hat sie die Kunstschule gemeinsam mit Gerrit Klein gegründet. „Die Vielfältigkeit und Qualität der Schüler ist das größte Lob für mich. Im Nachhinein können sie so viel, wovon sie vorher gar nicht wussten.“ Für Katharina Berndt, Tochter der Gründerin und Dozentin an der Kunstschule ist das größte Lob, wenn die Kinder sich freuen: „Die Projekte sind ja auch manchmal schwieriger und am Ende sind sie dann stolz drauf.“

Ein Dachboden voll mit Möbeln

In der ganzen Kunstschule verteilt hängen, stehen oder liegen die verschiedensten Werke. Alte Sesselfüße oder andere Holzreste bilden die Grundlage für die Körper von afrikanischen Figuren, die die 14- bis 16-Jährigen gefertigt haben. „Wir haben oben einen Dachboden, der ist voll mit alten Möbeln. Oft bringen Eltern so etwas von zu Hause mit oder auch Leute, die hier in der Ausstellung waren und sehen, was wir hier benutzen“, so Berndt-Bathen.

Leon Feltis läuft durch die Ausstellung und schaut sich alles ganz genau an. „Mir gefällt alles gut, aber am schönsten finde ich ein Bild, das meine Schwester gemalt hat“, sagt der Achtjährige und läuft zu dem Gemälde von den irren Hasen aus Alice im Wunderland.

Stolz auf diese Einrichtung

„Eine gotische Kathedrale im Dschungel“, lacht Besucher Winfried Schoengraf, als er vor einem Ölgemälde in einem Ausstellungsraum vor einer Arbeit steht. „Aber darum geht es ja. Es ist schon irre was für eine Fantasie und Imagination darin steckt.“

Auch Kurt Best, stellvertretender Bürgermeister, ließ sich die Ausstellung nicht entgehen. „Ich bin ganz begeistert. Die Ergebnisse sind wirklich bewundernswert. Wir sind sehr stolz, dass wir hier so eine Einrichtung haben.“

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