Markt

Kunst für die Tüte in Kamp-Lintfort

Andrea Much, Anne Schary, Heike Wirtz und Babara Zinbuhr (von links) im Lehrhaus der Diakonie.

Andrea Much, Anne Schary, Heike Wirtz und Babara Zinbuhr (von links) im Lehrhaus der Diakonie.

Foto: FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.   Andrea Much, Anne Schary, Heike Wirtz und Barbara Ziebuhr laden am Wochenende zu ihrem kuscheligen Markt ins Lehrhaus der Diakonie.

Es ist ein leiser, unaufgeregter, unaufdringlicher Markt in überschaubarer Größe, gemütlich in kuscheliges Kerzenlicht getaucht, dessen besonderer Charme die persönliche Atmosphäre ist ebenso wie die bis ins i-Tüpfelchen stimmige Dekoration. Da überlassen die vier Profi-Künstlerinnen Andra Much, Anne Schary, Heike Wirtz und Barbara Ziebuhr nichts dem Zufall. Wenn die vier ins Lehrhaus der Diakonie neben der Christuskirche laden, dann können die Besucher ein vielfältiges und wertiges Angebot erwarten – oder auch nur ein Gespräch bei Kaffee und Gebäck.

Runde um Runde

Der Markt, der in nur einem Raum stattfindet, hat sich in den letzten drei Jahren gut herumgesprochen. An zwei Tagen wollen die Künstlerinnen im vergangenen Jahr 1000 Besucher gezählt haben. Und viele, so hat Barbara Ziebuhr beobachtet, drehen Runde um Runde, bevor sie sich entscheiden. Die Auswahl ist groß: Von Kunst-Stückchen zu 5 Euro bis zum Großformat für einen vierstelligen Betrag. Dazwischen geht alles.

Besondere Aktion dieses Jahres: Kunst kommt hier nicht in die Tüte, sondern auf die Tüte. Jede der vier Kreativen hat 21 unterschiedliche Mini-Formate angefertigt, die auf winzige Geschenktüten passen. „Sie lassen sich im Rahmen präsentieren, mit oder ohne Tüte, man kann sie auch als hochwertige Verpackung nutzen“, erklärt Barbara Ziebuhr die Möglichkeiten.

Jede der vier Künstlerinnen hat eine eigene Handschrift: Während Andra Much auch schon mal zu kräftigen Farben neigt, mag Barbara Ziebuhr es eher dezent. Heike Wirtz hat eine blumige Bildsprache und mag Landschaften, Anne Schary mag Bäume und Farben, aber die gelernte Goldschmiedin hat auch individuellen Schmuck im Angebot.

Und immer überraschen kleine Schmankerl die Besucher, wie die Papp-Kistchen von Schary, die aussehen wie schwere Kieselsteine, aber federleicht sind, und ein besonderer Ort für „Herzensdinge“ werden könnten. Dem ideellen Wert entsprechend sind die Kistchen mit Blattgold ausgelegt. Barbara Ziebuhr hat Metallengel mit Federn und Sinnsprüchen versehen. Heike Wirtz bietet einen Kalender mit ihren Werken an, „Diesmal sogar mit Raum für Notizen, wie von manchen Käufern angeregt.“ Und Andrea Much hat ihr Engelbuch für Groß und Klein noch mal aufgelegt.

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