Kultur

Kulturzimmer in Neukirchen hat eine eigene Internetadresse

Sie trafen sich am Kulturzimmer (von links): Gürdal Türker, Frederik Göke, Flora vom Hofe, Joachim Reuter, Renate Ufermann und Musiker Angel Angelov.

Sie trafen sich am Kulturzimmer (von links): Gürdal Türker, Frederik Göke, Flora vom Hofe, Joachim Reuter, Renate Ufermann und Musiker Angel Angelov.

Foto: Thorsten Lindekamp

Neukirchen-Vluyn.   Was im Kulturzimmer passiert, kann man bald mit einem Klick in Erfahrung bringen. Auch was es an neuen Angeboten für Jugendliche gibt.

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Ungewöhnliche Klänge schwangen sich am Donnerstagnachmittag durch die Hochstraße. Vor dem Kulturzimmer spielte Angel Angelov auf seinem Zymbal, in Deutschland als „Hackbrett“ bekannt. Angelovs Musik sollte unterstreichen, dass sich hier im Haus Nummer 11 eine Menge bewegt. Was das im einzelnen ist, kann man neuerdings auf einer eigenen Internetseite nachlesen – in deutscher und arabischer Sprache.

Www.kulturzimmer.org lautet die Adresse der in Blau gehaltenen Seite. Einrichtung und Pflege werden von der Niederrheinischen Diakoniestiftung gesponsert, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, soziale Projekte zu fördern, von denen die Gesellschaft insgesamt profitiert.

Die Wiege der Band „Heimatlos“

Dazu passt das Kulturzimmer als ein Ort der Begegnungen für Neukirchen-Vluyner und Flüchtlinge. Die Band „Heimatlos“ ist hier gestartet, jetzt wollen Kulturzimmer-Akteure wie Konrad und Frederik Göke neue Musiker zusammenbringen. Zymbal-Spieler Angel Angelov könnte ein Baustein sein, so Konrad Göke.

Allerdings soll es für Jugendliche auch andere Angebote geben. Mit den Brettspiel-Angeboten Schach und Backgammon habe man allerdings wenig Resonanz gehabt, berichtet Sozialarbeiter Gürdal Türker: „Die Jugendlichen wollen Play-Station und X-Box spielen.“ Zunächst soll es ein Fifa-Fußballturnier geben.

Frauenzimmer im Kulturzimmer

Zudem führt Flora vom Hofe, Sozialarbeiterin der Grafschafter Diakonie, im Kulturzimmer ihre Frauenzimmer-Aktivitäten weiter. Hier treffen Frauen aus den Flüchtlingsunterkünften regelmäßig engagierte deutsche Frauen, um die Sprache zu lernen, um Alltagsprobleme, Ängste und Sorgen zu besprechen: „Diese Begegnungen sollen dazu beitragen, dass sich die Frauen angenommen fühlen“, erklärt Flora vom Hofe.

Das Frauenzimmer an der Hochstraße 11 ist montags und mittwochs ab 16 Uhr geöffnet.

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