Adventszeit

Kritik am Ambiente des Nikolausmarktes in Kamp-Lintfort

Am Nikolausmarkt rund ums EK3 in Kamp-Lintfort.

Am Nikolausmarkt rund ums EK3 in Kamp-Lintfort.

Foto: FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Der Nikolausmarkt in Kamp-Lintfort überzeugte die Besucher mit teils ausgefallenen Produkten. Beim Ambiente gab es hingegen etwas Kritik.

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So richtig wollte der Weihnachtsfunke auf einige Besucher und Händler beim diesjährigen Nikolausmarkt vor dem EK3 scheinbar einfach nicht überspringen. Besonders für die Aufmachung des dreitägigen Marktes gab es ein wenig Kritik. Gut zwei Dutzend Hütten waren im Kreis aufgebaut. Es gab allerhand Weihnachtsdeko, Strickwaren und natürlich Kulinarisches.

Passend zum Nikolaustag am Freitag schaute Siggi, der singende Santa Claus, vorbei. Der Weihnachtsmann stattete dem Markt einen Tag später einen Besuch ab. Die Baumkronen waren mit rotem Licht angestrahlt.

Das schuf vor allem in der Dunkelheit etwas Ambiente und Gemütlichkeit. Die aufgestellten Tannenbäume am Boden waren jeweils mit Schleifen geschmückt. „Das sieht ganz schön lieblos aus. An den Bäumen, die zum Teil sogar schief stehen, hängen jeweils nur eine Handvoll Schleifen“, bemängelte Besucherin Erika. Die fast lebensgroße Krippe mit echtem Stroh gefiel ihr hingegen gut.

Wenn es nicht die Deko des Marktes war, die überzeugen konnte, dann waren es aber die Produkte der Händler. Besonders gut roch es nämlich am Stand von Ramona Reick. Nein, die Kamp-Lintforterin verkaufte keinen Glühwein oder Bratwurst, sondern Seifen mit Flieder-, Apfel- oder auch Granatapfelduft. Aus den gegossenen Seifenstücken schnitzt sie in purer Handarbeit Rosen, Engel oder kleine Weihnachtsbäume. „Das sieht so toll aus. Ich bin sehr begeistert“, sagte eine Besucherin, die lange die kleinen Stücke auf dem Verkaufstresen bestaunte.

Reick war das erste Mal als Ausstellerin zu Gast. „Ich wollte so einen Markt aus dieser Perspektive immer schon einmal miterleben“, erklärte sie. „Es macht Spaß, weil die Menschen sehr nett sind und man tolle Gespräche führen kann.“

Einen kleinen Kritikpunkt hatte die Händlerin aber schon. Ihr fehlte für eine perfekte Atmosphäre etwas Musik – egal, ob vom Band oder live.

Die ersehnte Musik gab es aber am Sonntag: Der Musikzug Kamp-Lintfort spielte. Das Wetter war für einen Bummel über den Markt am Samstagabend eigentlich perfekt: Trocken und nicht zu kalt – und doch blieben die Besuchermassen sichtlich aus. „Kein Vergleich zum Barbaramarkt“, sagte Rainer Hütten, der mit seiner Frau Karin auch auf dem Markt in der Altsiedlung in der vergangenen Woche als Händler dabei war. „Der Freitag war wegen des Regens gar kein guter Verkaufstag. Der Samstag läuft dafür ganz gut.“

Neben weihnachtlichen Engeln, Krippen und Tannenbäumen aus Holz verkauften sie auch selbstgesägte Schwibbögen. Die waren aber keineswegs klassisch mit Winterlandschaft oder Krippe. Die Hüttens haben einen extra Landesgartenschau-Schwibbogen kreiert, der das Motto der Gartenschau aufgreift: Kloster, Kohle, Campus.

WDR-Moderatorin Yvonne Willicks, Botschafterin der Landesgartenschau, hatte ihn im vergangenen Jahr auf die Idee gebracht. Knapp 30 Vorbestellungen für dieses limitierte Stück gingen an diesem Wochenende wieder ein.

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