Kiesabbau

Kies: In Neukirchen-Vluyn gründet sich eine Bürgerinitiative

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Idylle auf der Halde in Neukirchen-Vluyn.

Idylle auf der Halde in Neukirchen-Vluyn.

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  In Neukirchen-Vluyn formiert sich Protest gegen eine Auskiesung. Nachdem sich die Politik dagegen ausgesprochen hat, kommen jetzt die Bürger.

Der Widerstand gegen eine mögliche Auskiesung wächst nun auch in Neukirchen-Vluyn. Nachdem Flächen in der Nähe der Halde Norddeutschland in den Fokus gerückt waren, hatte sich zunächst die Politik gegen einen Kiesabbau ausgesprochen. Jetzt formiert sich eine Bürgerinitiative.

„Wie wichtig das unmittelbare Umfeld ist, hat die Pandemie wie unter einem Brennglas gezeigt“, schreiben Nadia Riggio, Johanna und Michael Krings in einer E-Mail an die Redaktion. Und weiter heißt es dort: „In Neukirchen-Vluyn wurden die Grün- und Feldwege so intensiv zum Spazierengehen genutzt wie nie zuvor. Ob dieses Naherholungsgebiet erhalten bleibt?“

Das Trio berichtet von einem großen Freundeskreis, der angesichts der Berichterstattung zum Thema Kiesabbau in den vergangenen Wochen nun in Sorge sei. „Wo soll dieser Kies abgebaut werden? Wie groß sind die Flächen? Welche Auswirkungen hat der Kiesabbau auf unseren Alltag? Auf die Aufenthaltsqualität der Halde Norddeutschland?“, fragen die drei. Sie fragen nach Möglichkeiten zur Einflussnahme. „Wir fordern eine Offenlegung aller bekannten Fakten und die Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung bei diesem so wichtigen Vorhaben“, heißt es weiter. Wer Interesse habe, sich an der Initiative zu beteiligen, könne sich per Mail melden: Mitgestalten-NV@gmx.de.

Ende der vergangenen Woche hatte sich die CDU-Fraktion in dieser Hinsicht noch einmal zu Wort gemeldet. Der Widerstand gegen den Landesentwicklungsplan entstehe parteiübergreifend in den vom Kiesabbau betroffenen Kreisen und Kommunen. „Wir sind schon lange aktiv in Neukirchen-Vluyn“, schreibt die CDU: So habe im Juli 2018 die Stadt eine negative Stellungnahme gegenüber dem Land abgegeben. 2019 habe der Stadtrat einstimmig eine Resolution auf Antrag der SPD gegen den LEP bzw. zur Kies- und Sandthematik verabschiedet. Man habe sich einstimmig an einem Gutachten mit Blick auf eine Klagemöglichkeit gegen den LEP beteiligt und in der Folge ebenso einstimmig 2019 an einer gemeinsamen Klage gegen den LEP beteiligt.

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