Sportlerehrung

Kamp-Lintfort will neues Format für Sportlerehrung starten

Die Handballerinnen des TuS Lintfort dürften nach ihrem Aufstieg in die 2. Liga sicherlich auch zu den Aspirantinnen auf  eine Sportlerehrung gezählt werden.

Die Handballerinnen des TuS Lintfort dürften nach ihrem Aufstieg in die 2. Liga sicherlich auch zu den Aspirantinnen auf eine Sportlerehrung gezählt werden.

Foto: privat

Kamp-Lintfort.   Statt eines Empfangs beim Bürgermeister soll es eine Veranstaltung mit Programm geben, bei der Sportler, aber auch Ehrenamtler gewürdigt werden.

Kamp-Lintfort will die Sportlerehrungen künftig wieder größer aufziehen und auf einer gemeinsamen Veranstaltung gleichzeitig den Einsatz der Ehrenamtler im Sport würdigen. Die Premiere des neuen Formats könnte sogar schon Endes diesen Jahres über die Bühne gehen.

Bislang findet die Ehrung von erwachsenen Sportlern im Rahmen eines kleinen Empfangs beim Bürgermeister statt. In den letzten Jahren aber, weiß der Stadtsportverbandsvorsitzende Manfred Klessa, hatte das Format bei den Vereinen immer weniger Anklang gefunden. Und: „Es ist natürlich nicht so wirksam nach außen“, so Klessa.

Gefeiert werden soll in der Aula der Europaschule

Das soll sich nun ändern: „Wir möchten diese Ehrung wieder aufwerten. Und möchten dann nicht nur sportliche Leistungen, sondern auch das Ehrenamt würdigen.“ Im Blick habe man dabei als Feierort die Aula der Europaschule, wo im Herbst zum Beispiel auch das Kabarett- und Kleinkunstprogramm der Stadt über die Bühne gehen wird.

Man könne dort Getränke und Häppchen servieren, die Kamp-Lintforter Vereine würden das Programm mit Aufführungen unterstützen. So groß wie etwa die Sport-Gala in Moers solle die Kamp-Lintforter Veranstaltung aber nicht werden: „Mit Moers wäre das nicht vergleichbar, das muss bei uns in einem bescheideneren Rahmen stattfinden“, so Klessa.

An einem Sportlerball besteht kaum Interesse

Einen Sportler-Ball mit anschließendem Tanz wie in der Nachbarstadt habe man in Kamp-Lintfort in der Vergangenheit auch einmal im Foyer der Stadthalle veranstaltet, da sei das Interesse am Ende aber immer mehr eingeschlafen, sagt Klessa. Unverändert bleiben solle das Format für die Ehrungen für Kinder und Jugendliche im Rahmen des Aktionstages für Schulen und Vereine.

Die SPD-Fraktion hatte in Gesprächen mit Manfred Klessa eine Neuausrichtung für gut befunden und in der letzten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport beantragt, die Sportförderrichtlinien in diese Richtung zu ändern.

Der Ausschuss war einstimmig dafür

Demnach sollen „die Kosten für die jährliche Ehrungsveranstaltung aus den Zuschüssen der Sportförderrichtlinien im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel abzuwickeln“ sein. Bei nicht ausreichender Deckung sollen die dem Stadtsportverbund durch die Stadt zur Verfügung gestellten Restmittel der Sportförderung zur Finanzierung beitragen. Die Einladung der Gäste sollen von der Verwaltung in Absprache mit dem Stadtsportverband vorgenommen werden. Der Ausschuss folgte diesem Antrag einstimmig.

Dezernent Christoph Müllmann schätzt am neuen Konzept, dass auch das Ehrenamt mit einbezogen wird. „Es ist sicher nicht so einfach, mit bescheidenen Mitteln eine attraktive Veranstaltung auf die Bühne zu bringen. Aber wir helfen da gerne mit.“ Bei der Premiere dürfte die Aula der Europaschule voll werden. Denn, so Manfred Klessa: „Bei den Ehrungen – vor allem im Ehrenamt – gibt es einigen Nachholbedarf.“

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