Landesgartenschau

Kamp-Lintfort: Tierpark Kalisto ist startbereit für die Laga

Der Tierpark Kalisto auf dem Gelände der Landesgartenschau wäre startbereit – auch wenn sich einiges ändert.

Der Tierpark Kalisto auf dem Gelände der Landesgartenschau wäre startbereit – auch wenn sich einiges ändert.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Alpakas, Erdmännchen und Co. haben in dieser Woche Quartier bezogen. Ob die Laga am 20. April für Besucher öffnen kann, steht noch nicht fest.

Die Alpakas grasen schon seit Dienstag friedlich auf ihrer leicht hügelig angelegten Weide, am Donnerstagvormittag haben nun auch die Erdmännchen endlich ihr neues Heim bezogen: Der Tierpark Kalisto auf dem Laga-Gelände ist soweit startklar – auch wenn am dazugehörigen Mehrzweckbau noch einiges zu tun bleibt.

Aus dem Stall lugen neugierige Erdmännchennasen hervor. Ihr großzügiges Außengelände, das irgendwann einmal zur größten begehbaren Erdmännchenanlage Deutschlands ausgebaut werden soll, haben die Mini-Raubtiere noch nicht in Beschlag genommen. Dafür haben sie direkt für eine Überraschung gesorgt und sind in Mannschaftsstärke eingezogen – nämlich mit eigenem Nachwuchs.

Ziegen turnen auf dem Wurzelberg inmitten ihres Geheges, die hundert Hühner und fünf Hähne bleiben unsichtbar: Das Federvieh muss noch eine Zeit lang im Hühnermobil auf der Wiese ausharren. „Sie müssen ihr neues Zuhause erst kennenlernen, damit sie hinterher auch alleine wieder einchecken“, sagt Betreiberin Stephanie Winkendick. Während der Landesgartenschau soll der Tierpark fester Bestandteil und eine der Attraktionen der Laga sein. Schon jetzt steht aber fest, dass sich während der Gartenschau das Angebot im Kalisto wegen der Corona-Auflagen ändern wird: „Die Angebote des Grünen Klassenzimmers sind für Schulklassen erst einmal bis zu den Sommerferien ausgesetzt“, erklärt Laga GmbH-Prokurist Andreas Iland.

Stattdessen will Biologin Stephanie Winkendick nun die geplanten Inhalte, etwa wie man ein Haustier hält oder Wissen rund um den Wolf, für den Familienverbund anbieten – immer mit Blick auf die aktuell geltenden Regeln. Auch die tiergestützte Therapie kann vorerst noch nicht stattfinden: „Da sind wir noch auf der Suche nach einem Partner“, erklärt Winkendick.

Während am Donnerstagmittag auf dem Gelände gerade die Abnahme des Sicherheitskonzepts durch die zuständigen Behörden läuft, begutachten die beiden Esel Kalito und Karlotta von ihrem Unterstand auf der Weide die Lage. Am Wochenende bekommen die beiden noch mehr tierische Gesellschaft – dann ziehen auch Border Leicester Schafe sowie Meerschweinchen und Kaninchen ein. Auch Tiere aus dem Moerser Streichelzoo haben bereits Quartier bezogen. Stephanie Winkendick räumte am Donnerstag mit Irritationen auf: „Diese Tiere sind uns aus Moers angeboten worden.“ Sie seien erst einmal an Kalisto ausgeliehen worden.

Der Laga-Park sei „zu 98 Prozent fertiggestellt“, sagt Andreas Iland: „Wir könnten guten Gewissens am Montag öffnen.“ Ob es denn wirklich der 20. April sein wird, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Die Corona-Krise hat auch beim ohnehin strammen Zeitplan der Laga Spuren hinterlassen: „Wir hatten einige Einschränkungen in der Lieferkette“, so Iland.

Enttäuscht darüber, dass die Corona-Pandemie nun auch den Start von Kalisto überschattet, sei sie nur bedingt, sagt Stephanie Winkendick: „Wir haben dadurch etwas Zeit nach hinten gewonnen“, sagt sie mit Blick auf die wohl noch weiter andauernden Arbeiten am Mehrzweckbau mit Scheune, Futterkammer, Seminar-, Therapie- und Personalraum und Shop. „Aber wenn wir am 20. starten sollten, klappt das für uns.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben