Eyller Berg

Kamp-Lintfort: Schneider sieht Deponie Eyller Berg am Limit

      Die Deponie Eyller Berg im März 2020.

      Die Deponie Eyller Berg im März 2020.

Foto: IG Endlager Mensch

Kamp-Lintfort.  René Schneider (SPD) hat vom Umweltministerium Antworten auf seine Fragen zur Deponie Eyller Berg. Vor allem eine wertet er als Erfolg.

Die Landesregierung hat jetzt auf die bislang unbeantworteten Fragen des Kamp-Lintforter SPD-Abgeordneten René Schneider bezüglich der Deponie Eyller Berg aus dem Umweltausschuss vom 4. März reagiert. Damals war unter anderem offen geblieben, wie hoch die Sicherheitsleistungen sind, die die Betreibergesellschaft für eine Rekultivierung zurücklegen muss. Nach wie vor sei die Landesregierung der Auffassung, dass dies „Geschäftsgeheimnis“ und „exklusives kaufmännisches Wissen“ sei, heißt es in einer Pressemittelung des Landtagsabgeordneten.

Angefragt hatte Schneider auch, wie sichergestellt werde, dass nicht zu viel Abfall auf die Deponie gelange. In seiner Antwort teilt das Umweltministerium unter anderem mit, dass die Bezirksregierung künftig monatlich ein Soll-Ist-Abgleich durchführen werde. Dazu Schneider: „Wir müssen viel engmaschiger kontrollieren, ob nicht zu viel giftiger Abfall auf der Deponie landet. Dass künftig monatlich ein Soll-Ist-Abgleich vorgenommen wird, ist ein erster Erfolg.“

Genau hinschauen will er auch, wenn es im Herbst darum geht, die temporären Überhöhungen von 85 Metern über Null wieder abzutragen. „Die Deponie wird derzeit am Limit gefahren. Belastungsgrenzen für Sickerwasserleitungen bewusst ausgereizt. Damit muss im Herbst Schluss sein“, sagt der Kamp-Lintforter Abgeordnete. Er will Corona oder schlechtes Wetter nicht als Ausrede dafür akzeptieren, dass ein Rückbau auch länger dauern könnte. Schneider: „Wer heute zu Hochzeiten von Corona fleißig Abfall abkippen kann, wie es aktuell Anwohner der Deponie berichten, der sollte auch in einem halben Jahr imstande sein, den Abfall auf die vorgeschriebene Höhe zu verteilen.“

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