Kindergärten

In Neukirchen-Vluyn gibt es Wünsche für die CJD-Kita

Bürgermeister Harald Lenßen, Marco Gambino vom CJD, Jennifer Kraus und Emilia, Julia und Celina machen Spaß.

Bürgermeister Harald Lenßen, Marco Gambino vom CJD, Jennifer Kraus und Emilia, Julia und Celina machen Spaß.

Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  Seit August betreibt das CJD eine Kindertagesstätte an der Wiesfurthstraße in Neukirchen-Vluyn. Im kommenden Jahr soll’s einige Änderungen geben.

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Von außen sieht es etwas grau aus – aber in den Containern beherrscht wohlige Wärme das Geschehen. Ein munteres Gewusel von kleinen Menschen, die gerade vom Spielen reinkommen und jetzt mächtig Lust auf die selbstgebackenen Kekse haben, die auf dem Tisch stehen.

Seit August betreibt das christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) die Kindertagesstätte an der Wiesfurthstraße. Für eine Übergangszeit von einem Jahr muss das CJD die Kita in den Containern neben der Gerhard-Tersteegen-II-Grundschule betreiben. Auf dem früheren CJD-Gelände rund 200 Meter Luftlinie entfernt muss der ehemalige Speisesaal noch umgebaut werden, dort soll die Kita ab Sommer nächsten Jahres hinziehen. Ein Investor plant auf dem Grundstück eine Wohnbebauung.

In den Übergangscontainern werden derzeit 33 Kinder von sechs Mitarbeiterinnen betreut. Es gibt zwei Gruppen: eine U3 und eine Ü3. Die Knirpse werden von den Mitarbeitern in der Ausbildungsküche des CJD in Moers bekocht. Von dort wird das Essen angeliefert. Sobald die Kita in ihre festen Räume umgezogen ist, könnte sich das womöglich ändern. „Ein großer Wunsch wäre, selbst zu kochen“, sagt die Leiterin Jennifer Kraus. Aber dazu muss bedarf es noch allerlei Prüfungen.

Die Mitarbeiterinnen und die Kinder haben bereits einen guten Kontakt zur Kita an der Kranichstraße geknüpft, das Außengelände dürfen sie auch mitbenutzen. Aber natürlich hat das CJD eine eigene Außenfläche. Die ist zwar etwas unkonventionell mit Bauzäunen eingegrenzt, bietet den Kindern jedoch reichlich Gelegenheit, sich auszutoben, wie die Kurzen in ihren Matschhosen auf Nachfrage nickend bestätigen.

„Wir sind auch viel unterwegs“, sagt Jennifer Kraus. Auf dem nahe gelegenen Bauernhof gebe es gute Kontakte – besonders zu den Kühen. „Bei der Jugendhilfe wird viel Wert auf Erlebnispädagogik gelegt“, sagt Marco Gambio, der diese beim CJD leitet. Jennifer Kraus habe ein super Team zusammengestellt, lobt er. „Wir freuen uns aber, wenn wir am 1. August umziehen“, sagt er weiter. Am neuen Standort soll es vier Gruppen mit 74 Plätzen geben: eine Gruppe U3, eine für Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren und zwei Ü3-Gruppen.

Bürgermeister Harald Lenßen zeigte sich am Dienstag erfreut über die Übergangslösung. Im Moment seien alle Kinder in Neukirchen-Vluyn mit einem Betreuungsplatz versorgt. Er prognostiziert allerdings, dass sich die Situation in Neukirchen-Vluyn nicht entspannen wird. „Das wird nicht das Ende der Fahnenstange sein“, sagt Lenßen mit Blick auf die Nachfrage an Kindergartenplätzen.

Ein „schönes Problem“, wie er bekundet, gleichwohl musste der Bürgermeister auch ankündigen: „Ich glaube, dass wir weiter mit Überbelegungen arbeiten müssen.“ Für die CJD-Gruppen sind für den Sommer noch 30 Plätze frei, sagt Jennifer Kraus. Kontakt: 0170/4807376

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