Klartext für Kinder

In Moers läuft wieder das Boxcamp von Klartext für Kinder

Das Boxcamp läuft.

Das Boxcamp läuft.

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Moers.  Der Verein Klartext für Kinder – Aktiv gegen Kinderarmut und die Freddy-Fischer-Stiftung lassen Jugendliche boxen. Bis Mittwoch wird trainiert.

Sergej Fast lässt nicht locker. „Weiter, weiter“, ruft er den Mädchen zu. „Bewegen und schlagen.“ Und die geben alles, um den Boxsack richtig zu treffen. Gar nicht so einfach, wenn man das erste Mal Boxhandschuhe trägt. Stella Calderola hat das Geschehen gut im Blick und korrigiert hier und da die Haltung.

Die beiden Mitglieder des ABC Rheinkamp sind Teil des Trainerstabes, der von Montag bis Mittwoch beim Boxcamp des Vereins Klartext für Kinder und Freddy-Fischer-Stiftung rund 20 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren aus Moers und Kamp-Lintfort den Einstieg ins Boxen lehrt.

Und während auf der einen Seite der Halle im Enni-Sportpark Rheinkamp die Mädchen an den Boxsäcken trainieren, sind Vincenzo Arango und Frank Otto auf der anderen Seite im Ring mit den Jungs beschäftigt, die dort einen Kampf simulieren. Es ergebe Sinn, Mädchen und Jungen in dieser Phase zu trennen, erklärt ABC-Rheinkamp-Co-Trainer Hans Caldarola. Klar, die Kraft ist ziemlich unterschiedlich verteilt.

Beim Boxen ist Beinarbeit wichtig

Der Tag in der Sporthalle hat für die Jugendlichen mit dem Aufwärmtraining begonnen. Schattenboxen. „Damit sich die Muskeln langsam warm machen“, erklärt Calderola. Dann standen Partnerübungen auf dem Programm. „Damit lernen die Jugendlichen das Abstandsgefühl“, erklärt der Trainer weiter. Die Kunst beim olympischen Boxen sei schließlich, nicht getroffen zu werden. „Ganz wichtig ist die Beinarbeit“, sagt Caldarola. Schließlich käme der Druck aus den Beinen.

An jenem Montagmorgen hat auch der Geschäftsführer von Klartext für Kinder – Aktiv gegen Kinderarmut, Michael Passon, in der Sporthalle vorbeigeschaut, um sich einen Eindruck zu verschaffen, wie gut das Boxcamp dort läuft. „Nach zweieinhalb Stunden bist du platt“, sagt Passon.

Heißt für die Jugendlichen: Nach dem Training gibt es im Sportpark noch etwas zu essen und dann ist Schluss für den Tag. „Enni macht das für einen kleinen Preis“, freut sich Passon über das Entgegenkommen. Die Unterstützung sei generell gut, Hansi-Reisen aus Kamp-Lintfort hole die Jugendlichen ab, die Sportklamotten seien vom Punch Outlet Store in Neus gesponsert.

Die drei Tage sind für die Jugendlichen ziemlich intensiv. Schöner Nebeneffekt für den ABC und die Nachwuchsboxer: Aus den vergangenen Boxcamp-Runden sind bereits drei Sportler dem Verein treu geblieben. Eine besondere Form der Talentförderung.

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