Gastronomie

Großes Lob von den Weinrittern aus Neukirchen-Vluyn

Uli Heineke, Arno Krutzki, Thomas Holtbernd, Dr. Joachim Bürger, Hannelore Arendt und Roger Achterath (v.l.) mit seiner Auszeichnung.

Foto: Erwin Pottgiesser

Uli Heineke, Arno Krutzki, Thomas Holtbernd, Dr. Joachim Bürger, Hannelore Arendt und Roger Achterath (v.l.) mit seiner Auszeichnung. Foto: Erwin Pottgiesser

Neukirchen-Vluyn.   Das Haus Achterath’s Restaurant im Ortsteil Rayen erhielt vom Weltverband der Weinritter eine Auszeichnung für seine Weinkultur und Gastlichkeit.

In einigen Ländern kann der Weltverband der Weinritter auf eine 300-jährige Tradition blicken. „In Deutschland sind es rund 100 Jahre“, wie Dr. Joachim Bürger erläuterte.

Er und weitere Mitstreiter dieses Ordens verliehen jetzt dem Haus Achterath’s Restaurant im Ortsteil Rayen eine Auszeichnung als empfehlenswerte Adresse für kulinarische Genießer. Auf der entsprechenden Urkunde prangen drei Sterne und die Note Gut.

Treffen zweimal im Jahr – aus Liebe zum Wein

Dem Weltverband der Weinritter (WdW) gehören Winzer, Hoteliers und Gastronome, Weinfachhändler, Genießer und „normale Menschen wie wir“ an, wie Bürger meinte. Zweimal im Jahr treffe man sich, um die Liebe zum Wein zu pflegen; aber auch, um das Wissen vom guten Wein weiterzutragen. Die Tradition der Weinritter war in Deutschland bis vor einigen Jahren fast in Vergessenheit geraten. Bis Joachim Bürger über Umwege in seiner Wahlheimat Irland auf den Weltverband stieß.

Seit etwa drei Jahren sind auch in Deutschland die Weinritter wieder aktiv. Eine der Aktivitäten: kulinarische Adressen testen und – wenn für gut befunden – mit einer Urkunde auszuzeichnen. Dies taten die Ritter in Deutschland seit ihrem Wiederaufleben bereits dreimal: zwei Restaurants in Würzburg beziehungsweise in Flonheim bei Alzey sowie ein Winzer erhielten das Gütesiegel vom Weltverband.

Die Restaurants werden anonym geprüft

„Die Prüfung der Restaurants findet anonym statt“, so Bürger zu den Modalitäten. Der Gastronom wisse daher nicht, dass sein Haus gerade getestet werde. Und: Dabei gehe es nicht nur um die Weinkarte, wie Großmeister Thomas Holtbernd in seiner Laudatio bekundete. Mindestens so wichtig sei fachkundiges Personal, das zum Essen den passenden Wein empfehlen und auch die eine oder andere Fachfrage beantworten könne.

„Wir haben beispielsweise hier bei Achterath’s gefragt, ob zu unserem Essen der Rheingau-Riesling oder der Rheinhessen besser passe. Was schon eine gewisse Anforderung an den Service stellt.“ Die Aufgabe sei mit Bravour gemeistert worden. Daneben würden aber auch die Speisen aus der Küche sowie das Ambiente und die Gastlichkeit benotet. Ein gutes Weinsortiment sei eben nicht das einzige Kriterium für eine Auszeichnung.

Drei Sterne für die Weinkompetenz auf der Urkunde

Die Urkunde, auf der drei Sterne für die Weinkompetenz und die Note Gut prangen, wird sich der stolze Inhaber Roger Achterath nun guten Gewissens an die Wand hängen. Darauf gelobt werden auch unter anderem das hervorragende Angebot, die gute Beratung und die Kompetenz des Hauses.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik