Handwerk

Geflüchtete in Moers werden in Renovierungsarbeiten geschult

Start des neuen Moduls. Zunächst: die Theorie.

Start des neuen Moduls. Zunächst: die Theorie.

Foto: Arnulf Stoffel

Moers.  Den Mieterführerschein hat die Grafschafter Diakonie bereits im Angebot. Das neue Modul: Renovierungen. Und: Die Männer lernen nicht nur Malern.

Neun junge Männer, die in Moers und Umgebung ein neues Zuhause gesucht haben, lernen in den nächsten sechs Wochen, was man für die fachgerechte Renovierung einer Wohnung wissen muss. Nachdem die Grafschafter Diakonie im Sommer bereits einen so genannten Mietführerschein für Geflüchtete auf den Weg gebracht hat, wird nun in Zusammenarbeit mit dem SCI das weitere Modul umgesetzt.

Maler Dirk Vier und Heinz Koch haben die Teilnehmer am Dienstagnachmittag zum ersten Treffen in der Barbaraschule in Meerbeck begrüßt. Dabei ging es zunächst darum, die Männer darauf vorzubereiten, was sie erwartet: Übungen im Spachteln, Malern, Schrankaufbau, im Streichen und auch im Laminatverlegen.

Teilnahmebestätigung dient auch als Nachweis

Fünf bis sechsmal trifft sich die Gruppe jeweils an einem Dienstag für rund drei Stunden. Am Ende gibt es eine Teilnahmebestätigung. Wie Flora vom Hofe von der Grafschafter Diakonie den geflüchteten Männern zum Start der Arbeiten erklärte, sei das auch ein Nachweis, dass sie zuverlässig und erfolgreich am Modul teilgenommen hätten.

Das könne es leichter machen, eine Wohnung zu finden, sagte Eva Zurek vom SCI. „Wenn man es kann, spart es auch Geld“, ergänzte Dirk Vier.

Und die Kenntnisse können Türen öffnen, wenn beispielsweise in der Nachbarschaft bekannt ist, dass nebenan ein handwerklich fingerfertiger Mensch wohnt, der bei Renovierungen mithelfen kann.

Einige haben bereits im Handwerk gearbeitet

Einige der Teilnehmer haben bereits einen Mietführerschein der Grafschafter Diakonie. Sie haben insofern Kenntnisse über die Themen Hausordnung, Brandschutz, Stromverbrauch, Mülltrennung und dergleichen mehr.

Und es gibt Teilnehmer, die in ihren Herkunftsländern bereits im Handwerk gearbeitet haben. Folglich wollten einige der Männer wissen, ob in dem Modul auch Arbeitsplätze vermittelt werden. Die bürokratischen Wege konnte Eva Zurek ihnen kurz erläutern.

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