Online-Auktion

Fundbüro Moers versteigert bei Online-Auktion 53 Fahrräder

Objekte aus dem Moerser Fundbüro stehen ab diesem Donnerstagabend online zur Auktion. Symbolbild: Imago

Foto: imago

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Moers.   An diesem Donnerstag startet das Fundbüro Moers seine neue Online-Auktion. Vor allem Fahrräder sind im Angebot. Bieterinteresse bis nach Spanien.

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Es sind Mountainbikes, Trekkingräder, Fahrräder für Kinder, Jugendliche, vieles für Bastler: Mehr als 50 Fahrräder bietet das städtische Fundbüro ab diesem Donnerstagabend zur Versteigerung an. Die läuft ausschließlich online. Die Startpreise variieren. Doch das Gebotsprinzip ist umgedreht, die Preisuhr läuft zurück.

"Da lassen sich einige Schnäppchen machen", sagt ein Stadtsprecher. Auch mehrere Smartphones, ein Geschenkgutschein und ein Motorroller sind im Angebot, insgesamt sind es diesmal 71 Objekte. Die Auktion startet um 19 Uhr und endet nach zehn Tagen. Angeboten werden Objekte, die das Fundbüro der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist folgend, länger als sechs Monate aufbewahrt hat, ohne dass ein Eigentümer oder Finder Ansprüche angemeldet hätte.

"Ebay kam für Behörden nicht in Frage"

Seit mehr als sieben Jahren lässt das Moerser Fundbüro Eingelagertes online versteigern auf dem Portal sonderauktionen.net. "Ebay kam für Behörden nicht in Frage", sagt Stefan Knöß, Geschäftsführer des Betreiberunternehmens GMS-Bentheimer Softwarehaus im niedersächsischen Schüttorf. Das entwickelt eigentlich Fundbüro-Software für Behörden und kam 2008 auf die Idee, eine eigene Auktionsplattform aufzubauen: "Weil Behörden weder gewerbliche noch private Anbieter sind".

Fundbüros aus 150 Städten und Gemeinden bundesweit sind mittlerweile online aktiv, am Niederrhein auch Neukirchen-Vluyn, Kleve, Krefeld und Duisburg. Bieter gibt es jedoch auch über Deutschland hinaus: "Wir haben Bieter sogar aus Spanien, die nach Auktionen dann mit einem Lastwagen die Fundbüros abfahren und ersteigerte Objekte einsammeln", sagt Knöß.

Finder wird zum Eigentümer

Die Stadt Moers habe außer der Erfassung und Lagerung keinen Aufwand mit den zu versteigernden Objekten: "Wir übernehmen vom Fotografieren, Beschreiben bis zur Preisfindung alle Aufgaben", sagt Knöß - gegen Provision.

Bei den Auktionen sind vor allem Fahrräder zu finden. "Oft werden uns Fahrräder gebracht, weil sie etwa an einem Grundstück offenbar herrenlos herumstehen und den Grundstückseigentümer verärgern", sagt ein Stadtsprecher. Die Daten abgegebener Fahrräder würden bei der Polizei abgeglichen, heißt es bei der Stadt.

Nicht immer müssen solche Räder aber in der Auktion landen: "Wenn man ein Rad findet, wird man 'Besitzer'", heißt es bei der Stadt. "Man kann solch ein Fahrrad dann dem Fundbüro melden, ist aber nicht gezwungen, es dort einzulagern". Mache niemand sonst Besitzansprüche geltend, werde der Finder nach sechs Monaten zum Eigentümer.

>>>> Info: Kein Versand, keine Garantie

Die Stadt Moers versteigert zweimal im Jahr Objekte aus dem Fundbüro über die Online-Plattform sonderauktionen.net. Anders als bei anderen Online-Auktionshäusern fällt der Anfangspreis ab dem Start kontinuierlich. "Innerhalb von zehn Tagen können Bieter zum aktuellen Preis zuschlagen, ein Gebot abgeben oder bestehende Gebote bis zum Startpreis überbieten", teilt die Stadt mit. Bezahlt wird bar oder mit EC-Karte bei Abholung im Fundbüro der Stadt Moers am Rathausplatz 1. Für alle Objekte gilt: Es gibt keine Garantie und auch keinen Versand. Wer mitbieten will, mus sich auf der Plattform registrieren. Das ist kostenlos, sagt der Betreiber.

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