Dong Open Air

Freunde treffen beim DOA auf der Halde in Neukirchen-Vluyn

Alle packen mit an: Am Donnerstag geht’s los.

Alle packen mit an: Am Donnerstag geht’s los.

Foto: Volker Herold

Neukirchen-Vluyn.   Das 18. Dong Open Air auf der Halde Norddeutschland startet am Donnerstag. Bürgermeister und Sparkassenvorstand sind als „Men in black“ dabei.

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Erst muss man die Halde hinaufkraxeln, dann begegnen einem da oben nur bärtige Leute in schwarz, und als man einen Mann mit roten Aufdruck auf dem Shirt der Farbe wegen im Bild haben will, brummt es von hinten: „Farbe? Der Mann war wohl noch nie auf ‘nem Metal-Festival.“ Stimmt auffallend – aber das könnte sich ändern. Das Team des Dong Open Air ist so nett, dass man sich bei ihm auf Anhieb wohl fühlt.

Was übrigens auch für Bürgermeister Harald Lenßen zutreffen dürfte, der in der gestrigen Pressekonferenz auf der Halde Norddeutschland freimütig bekannte, dass im letzten Jahr das letzte Bier wohl eines zu viel war, er es daher versäumt habe, seinen Gästeausweis abzugeben und er dies hier und heute nachhole. Macht nichts, erwiderte DOA-Chef Stefan Lier, der Ausweis sei nun eh ungültig.

Bürgermeister Lenßen dürfte nicht der einzige sein, den die Neukirchen-Vluyner nicht auf der Halde vermuten würden. Bernd Zibell, Vorstandsmitglied der Sparkasse am Niederrhein, der zur Pressekonferenz mit Anzug und Sparkassen-roter Krawatte korrekt gekleidet erschien, bekannte freimütig, Metal-Fan zu sein und die Dienstkleidung gegen ein schwarzes T-Shirt auszutauschen, wenn er sich auf den Weg zum 18. DOA macht. Für die Sparkasse sei das Festival eine Herzensangelegenheit, weshalb das Kreditinstitut sowie zwei seiner Stiftungen am Gelingen des Metal-Festivals beteiligt seien.

Stephan Liehr, Erfinder des DOA, hat es geschafft, anlässlich der Volljährigkeit des Festivals 28 Bands aus 12 Nationen auf die Halde Norddeutschland zu holen.

Nicht dass das schwierig gewesen wäre: Liehr konnte aus mehreren Hundert Bewerbern auswählen und verspricht daher bereits „ab der ersten Band Premium“. Bands aus Argentinien, Portugal und Moldawien sind dabei, und mittendrin „Betontod“ aus Rheinberg.

Am Donnerstag, 12. Juli, startet das DOA mit „Visigoth“ aus Salt Lake City. Wer noch kein Ticket hat, mag noch eine Chance haben, diese Band am Donnerstag zu sehen, denn nur für den Starttag und den Freitag gibt es noch ein paar Karten; das Wochenende ist restlos ausverkauft. Stephan Liehr erwartet 3000 Besucher täglich – der bisherige Rekord. Mehr sollen es aber auch nicht werden, denn auch die Leute auf der Halde „schwarz und düster aussehen“ – sie lieben ihr Festival klein und familiär.

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