Raptags

Frayo aus Neukirchen-Vluyn steht im Finale von Raptags

Der Rapper Francis Ayozieuwa aus Neukirchen-Vluyn.

Der Rapper Francis Ayozieuwa aus Neukirchen-Vluyn.

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  Francis Ayozieuwa aus Neukirchen-Vluyn macht beim Rap-Wettbewerb von Chapter One, dem Urban-Label von Universal Music, mit. Es geht um viel.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Eigentlich ging es Francis Ayozieuwa nur um ein paar Klicks und neue Zuschauer, als er sein Video auf der Internetseite des „Raptags“ gepostet hat. „Raptags“ ist ein Rap-Wettbewerb von Chapter One, dem Urban-Label von Universal Music. Der Contest fand 2015 erstmals in Berlin statt, um den besten Nachwuchsrapper des Landes ausfindig zu machen und zu fördern.

„Ich dachte immer dieser Contest spielt in einer anderen Liga, aber ich habe gesehen, dass ein Rapper, den ich kenne, mitmacht, der das gleiche Level hat wie ich“, erzählte der 18-Jährige, der unter seinem Künstlernamen „Frayo“, einer Zusammensetzung seines Vor- und Nachnamens, Rapmusik produziert. Francis‘ Clip überzeugte aber schließlich nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Jury. Schon zwei Wochen später saß der Neukirchen-Vluyner im Flieger nach Berlin und drehte ein weiteres Video. Innerhalb des Contests war er eine Runde weitergekommen.

Am Samstag ist Finale

„Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ab dem Zeitpunkt hatte ich für mich eigentlich schon gewonnen.“ Doch Schluss war nach diesen Vorrunden noch nicht. Jury oder Zuschauer haben ihn von Runde zu Runde weiter gewählt. Es folgten Drehs ins Hamburg und Düsseldorf. Am Samstag steht Francis Ayozieuwa mit vier Konkurrenten im Finale des diesjährigen „Raptags“. Und da geht es um einiges: Es gibt einen Plattenvertrag, ein eigenes Album mit zwölf eigenen Liedern und eine Siegerprämie von 50.000 Euro zu gewinnen.

Rapper Frayo aus Neukirchen-Vluyn

Die ersten Kontakte mit dieser Art von Musik hatte Francis als Kind im Jugendzentrum Klingerhuf. „Ich habe dort mehrere Jahre Breakdance und Hip-Hop getanzt“, sagte er. Vor vier Jahren fing er mit dem Rappen an – und das war eher dem Zufall geschuldet. „Ich habe schon lange Rapmusik gehört. Zu einem Freund sagte ich, er soll mal einen Beat anmachen und dann haben wir drauf losgerappt.“ Bei seinen Freunden kam das gut an.

Seit zwei Jahren produziert Francis nun eigene Songs und Videos. 30 Lieder gibt es schon, die Texte schreibt er selbst. Inspiration bietet ihm sein eigener Alltag. „Ich verarbeite in den Tracks Dinge, die mich aufregen, oder Ereignisse, die mich geprägt haben“, erklärte Francis, der aktuell sein Fachabitur macht.

Noch ist das Rappen ein reines Hobby. „Der Contest gibt mir gerade einen guten Einblick, wie es einmal sein könnte, und die Bestätigung der Profis und Musiker, die Ahnung haben, ist da.“ Nach der Schule peilt der junge Mann aus Neukirchen-Vluyn daher eine professionelle Karriere als Rapper an.

Auch seine Follower in den sozialen Medien, auf Instagram und YouTube, haben sich seit dem Wettbewerb von 1200 auf mehr als 3000 fast verdreifacht. Das freut den 18-Jährigen natürlich, doch es sind nicht die bloßen Abonnentenzahlen, die ihn so positiv stimmen. „Wenn ich meine Zeilen schreibe, dabei zu wissen, dass so viele Menschen meine Musik hören, ist ein großer Gewinn für mich.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben