Es geht um die Zukunft der Kultur

Moers.   Montag geht es los. Bis Mai wird dann so ziemlich alles unter die Lupe genommen, was mit Kultur in dieser Stadt zu tun hat. Am Ende soll die Frage beantwortet sein, wie die kulturelle Landschaft der Stadt beispielsweise auf die demografische Entwicklung reagiert, wie sie mit zunehmender Migration umgeht. Oder wie die freie Szene besser unterstützt werden kann. Das nennt sich „Kulturentwicklungsprozess“ und soll eine Bilanz dessen ziehen, was beim letzten Prozess 2006 angestoßen wurde. Und es sollen „Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken“ aufgezeigt werden, wie Kulturdezernent Wolfgang Thoenes erklärte: „Es geht um Potenziale, um Baustellen und die Frage: Tun wir das Richtige?“

Montag geht es los. Bis Mai wird dann so ziemlich alles unter die Lupe genommen, was mit Kultur in dieser Stadt zu tun hat. Am Ende soll die Frage beantwortet sein, wie die kulturelle Landschaft der Stadt beispielsweise auf die demografische Entwicklung reagiert, wie sie mit zunehmender Migration umgeht. Oder wie die freie Szene besser unterstützt werden kann. Das nennt sich „Kulturentwicklungsprozess“ und soll eine Bilanz dessen ziehen, was beim letzten Prozess 2006 angestoßen wurde. Und es sollen „Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken“ aufgezeigt werden, wie Kulturdezernent Wolfgang Thoenes erklärte: „Es geht um Potenziale, um Baustellen und die Frage: Tun wir das Richtige?“

Für das Projekt „Zukunft Kultur Moers“ hat die vor einem Jahr gegründete AG Kultur, in der Vertreter aus Politik, Kultureinrichtungen und Moers Marketing sitzen, Peter Landmann von der „Take Part Kulturberatung“ ins Boot geholt. Landmann war bis Ende 2014 Abteilungsleiter Kultur im Landesministerium. 2001 bis 2004 war er Gründungsgeschäftsführer der Ruhrtriennale an der Seite von Gerard Mortier. Er betonte, es gehe nicht darum, der Stadt etwas überzustülpen, sondern kreativ und ergebnisoffen zu diskutieren. Und das auch mit den Bürgern dieser Stadt: „Das scheint mir gerade in Moers sehr nötig zu sein“, sagte er mit Blick auf die ewigen Diskussionen um das Moers Festival. Der auf fünf bis zehn Jahre zielende Kulturentwicklungsprozess solle keine betriebswirtschaftliche Optimierung sein und keinesfalls sei es Ziel, sich in Einzelheiten etwa der Kultur GmbH einzumischen. „Bei diesem Projekt gehen wir davon aus, dass das Festival weiter besteht.“

Gleichwohl kann aber am Ende beispielsweise herauskommen, dass die Gründung der Moers Kultur GmbH keine so gute Idee war. Diana Finkele, Projektleiterin auf Moerser Seite, kann sich gut erinnern, dass das auch vor zehn Jahren nicht allen gefiel: „Über das Transparenzproblem der GmbH haben wir schon damals intensiv diskutiert.“

Selbst das Schlosstheater sei in diesem Prozess keine heilige Kuh, meinte Landmann provokant. „Man kann ja gucken, wie es in anderen Städten läuft.“ Bei allem aber sei wichtig, dass knappe Kassen „keinesfalls die Kreativität niederbügeln dürfen“.

Montag sitzen 30 Experten beieinander, in den folgenden vier Sitzungen sollen zunehmend die Bürger eingebunden werden. Transparenz sei wichtig, so Landmann.

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